Der Mann, der fünfundzwanzigtausend Fotos machte

Der Eindruck, alleinerziehender Vater zu sein, soll ein Garant sein für schnelle Bekanntschaft. Schiebe einen Kinderwagen im Prenzlauer Berg auf einen Spielplatz der Wahl und Du kannst Dich vor Müttern kaum retten (sollen diese allerdings auch alleinerziehend sein, ist Prenzlauer Berg möglicherweise der falsche Bezirk). Auch Nick Hornbys Roman About a Boy basiert wesentlich auf dieser These.

Robbe auf der Badedüne von Helgoland

Der Mann, der fünfundzwanzigtausend Fotos machte, stürmt am Nordstrand zu mir heran mit den Worten «Ich habe mal etwas ganz anderes fotografiert»; auf dem Display seiner Kamera erkenne ich mich, ebenfalls fotografierend. Ich schaue ihn fragend an, während er mir erzählt, wo er welche tausend Fotos schoss, dass auch an den anderen Stränden mächtig was los sei. In den letzten Tagen kam ich oft ins Gespräch mit Fotografen, oben auf dem Lummenfelsen, und sie alle zeigten mir Bilder, auf denen ich mich erkannte. Irritiert und höflich lasse ich ihn zurück.

Wenig später liege ich in einem Haufen Seehundkacke. Allein: Das hat sich gelohnt.
Die Robben und Seehunde sind schließlich Grund für meine Reise hierher.

Ein Gedanke zu „Der Mann, der fünfundzwanzigtausend Fotos machte

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