Death kills

In unserem Team war ich der Erste, der mit dem Twittern begann. Irgendwann eröffneten wenige andere Kollegen einen Twitter-Account einem Anlass folgend, den ich längt vergessen habe. Sofort verlagerten sich bestimmte Mitteilungen auf Twitter, was von uns niemandem auffiel – wir waren alle dabei. Ich wusste, was meine Kollegen dachten, was sie gerade zugespielt bekommen hatten und über was sie sich amüsierten.

Wir hatten uns angewöhnt, Gedanken sofort online zu stellen und beinahe sofort Reaktionen auf diese Einträge zu bekommen. In dieser Zeit hatte ich viele Probleme, Blogeinträge zu schreiben: Die meisten Gedanken waren bereits veröffentlicht, und mit einem roten Faden ältere Twittereinträge zusammenzufügen hatte ich keine Lust – wenngleich einige Blogger das machen, damit ihr Blog nicht vollends verhungert («Ein Blog ist wie ein Haustier»).

Weil das Blog für mich wichtiger ist als eine Webseite voller ungefilterter Gedankenfetzen, war ich schließlich auch wieder der Erste, der seine Mitgliedschaft in diesem Kurznachrichtennetzwerk kündigte. Sofort merkte ich das Fehlen der über diesen Kanal gesendeten Informationen; bis heute muss ich regelmäßig nachfragen, wenn ich allen Referenzen im mündlichen Gespräch folgen will.

Besser als das.

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