Das ist ja wie bei uns

Ich bin nicht gut im Verschenken.

Am Abend...

Zum Einen fällt mir gar nichts ein und ich schenke immer die gleichen, ideenlosen Dinge. Mir ist das regelmäßig peinlich und wenn einmal nicht, bin ich doch sehr unglücklich mit meiner Wahl. Diese Unentschlossenheit, diese Ideenlosigkeit ist der Grund, warum ich mich Mitte Dezember schlecht fühle, wenn Freunde mich fragen: Hast du schon alles?
Es ist nicht so, dass ich nicht gern schenke. Wenn es mir gelingt, Menschen glücklich zu machen und ich mit dem Geschenk nicht ganz unzufrieden zu sein, ist das ein schöner Moment, der nur von der Angst überlagert wird, dass ich nichts finde bis zum nächsten Mal.

Zum Anderen kann ich mich einfach nicht von Dingen trennen. Es spräche nichts dagegen, ein schon gelesenes Buch aus meinem Schrank zu verschenken, außer mein Bücher und Tonträger betreffender Anhäufungszwang; selbst den Verleih schlage ich grundsätzlich aus.
Dabei bin ich kein Mensch, der Bücher drei- oder viermal liest. Wenn ich eines beginne und mittendrin stecken bleibe – was ständig passiert und nichts über die Qualität des Geschriebenen sagt – fällt es mir schwer, von vorn zu beginnen und längst Vergessenes noch einmal zu lesen.
Das baldige Nachkaufen eines Buchs kommt auch nicht in Frage, denn es ist nicht meins, in dass ich viele Stunden sah und diese Beziehung ist einfach nicht da. Das ist wie mit den T-Shirts und früher: dem Spielzeug.

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