Da wo ich jetzt bin, ist Nacht

I. Ich lerne gerade (und) ich stecke in einer Sinnkrise.
Vielleicht bedingt das eine das andere. Dass ich hier sitze und gar nichts mache, ist wahrscheinlich genau das Richtige. Man gewöhnt sich an dieses Gefühl – ganz bestimmt. Und erdrückt damit, was stört.

II. Ich schätze die langen Gespräche mit dir, Mutter, zwischen Wach und Schlaf auf der alten Couch meiner Kindheit. Das Erste, was ich im Gästezimmer neuerdings mache, ist das Öffnen des Vorhangs. Du weißt, ich kann so nicht schlafen.
Hörbach nacht
III. Als ich vorletzte Nacht den Satz sagte, ich müsse mich wohl erst daran gewöhnen, dass ich dir doch vertrauen kann, habe ich mich sofort sehr geärgert.
Das «doch» war zuviel.

3 Gedanken zu „Da wo ich jetzt bin, ist Nacht

  1. (zufällig hierher geraten, wollte das cafe latte bildchen klauen). schön haben sie’s hier, junger mann.
    eine weitere bookmarkfreude in meinem tristen prüfungsgeprägten dasein. merci!

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