Archiv der Kategorie: Software

Der Apple-Thread [Update]

Apple hat heute abend das erste Notebook mit einer Intel-CPU vorgestellt: Das MacBook Pro. Die für mich interessanteste Information, die Akkulaufzeit, findet sich nicht auf der Apple-Webseite und lässt ungutes ahnen, wenn von einem 60% helleren Display als bei den “alten” PowerBooks die Rede ist. Dafür ist das MacBook Pro deutlich schneller (laut der Webseite bis zu 400%), ich bin sehr gespannt auf die ersten Berichte dieser allerersten Revision der Intel-Maschinen.

Gleichzeitig hat Apple auch den ersten Intel-basierten Desktop-PC, den neuen iMac vorgestellt, der von der Ausstattung mit dem erst kürzlich überarbeiteten PowerPC-Modell identisch ist.

Softwareseitig gab es die für mich interessanten Updates von iLife und iWork. Hier wird demnächst – sobald der Apple Store Bildung erreichbar ist – eine Bestellung bei Apple fällig, da die neuen Versionen einige Handicaps der alten Programme ausmerzen sollen (iPhoto beispielsweise soll deutlich schneller sein als sein Pendant in iLife 05).
Im Laufe der nächsten Stunden soll ebenfalls das Update auf Mac OS X 10.4.4 erscheinen.
Update: Das Update ist jetzt über die Softwareaktualisierung verfügbar.

Die Gunst der Stunde nutzte auch Google: Seit heute gibt es GoogleEarth auch für Mac OS X (10.4).

Vienna News-Reader

Die Süddeutsche Zeitung bietet jetzt einen eigenen RSS-Feed an, was den Umweg über externe Anbieter (z.B. newsisfree), die den Feed mit Werbung strecken, erspart.
Vienna
Neben zwei kostenpflichtigen Newsreadern (NetNewsWire, NewsFire) teste ich zur Zeit ein kostenloses SourceForge-Programm, das mir sehr gut gefällt: Vienna. Leider vermisse ich die combined-Ansicht von NetNewsWire, die aber auch bei NewsFire fehlt. Böte letzteres jene Ansicht (die ich beim Test von Pheeder sehr liebgewonnen habe), würde ich meine Lizenz für NewsFire wieder ausgraben.
Was genau sonst für den Platzhirsch NetNewsWire spricht, weiß ich beim besten Willen nicht. Ich habe mich in diesem Programm nie wirklich wohlgefühlt. Vienna scheint hier eine gute Alternative für Menschen, die keine 20 US$ für einen NewsReader zahlen wollen.

virtual desktops everywhere

Ein Großteil meines Informatikstudiums erfordert die Benutzung eines Computers. Das ist selbstverständlich, bringt mich jedoch in eine Bredouille, weil mir – sitze ich vor einem Bildschirm – tausend Ding einfallen, die ich nachschauen muss und will, die aber mit der zu erledigenden Arbeit bestenfalls marginal zu tun haben.

Schon in einem meiner ersten Zeugnisse der Grundschule, in dem Zensuren noch in Form einer Zusammenfassung durch den Klassenlehrer umschrieben wurden, fand sich bereits ein Satz, der meine ganze Bildungslaufbahn treffend charakterisieren sollte. Sinngemäß lautete der:

Niels schaut lieber aus dem Fenster zu den Vögeln, anstatt dem Unterricht zu folgen.

Virtue Logo

Ich habe gelesen, dass man alle Ablenkung beseitigen sollte, Dinge vom Schreibtisch in die Schubladen oder Schränke räumen. Was macht man aber mit Dateien, Programmen und offenen Fenstern der Benutzeroberfläche:
Wo andere das Killerargument für virtuelle Desktops in der übersichtlichen Anordnung zahlreicher Programme sehen, steht für mich die thematische Gliederung der Arbeitsoberflächen im Vordergrund (wenngleich beides miteinander Hand in Hand geht). Schreibe ich eine Hausarbeit oder Programmiere ich, finden sich auf dem Haupt-Desktop lediglich die unbedingt notwendigen Programme dafür, Kommunikations- und Webapplikationen laufen prinzipiell auf anderen Desktops.
Kommuniziert man über Instant Messenger, erzeugt nicht jede neue Nachricht durch virtuelle Reizung Neugier, die durch das Fokussieren des Chatfensters befriedigt werden muss und man damit aus den Gedanken gerissen wird.

Nachdem Unices (bzw. X-Server basierte Window-Manager) dieses Feature in der Regel mitbringen, gibt es seit langem schon für andere Systeme Programme, um diese Funktionalität nachzurüsten. Seit wenigen Tagen ist Virtue auch für Apples neuestes Betriebssystem verfügbar, eine Linksammlung bietet der englischsprachige Wikipedia-Artikel.

Entkoppelte Blogs

Als ich vor mehr als einem Jahr das LiveJournal verließ, hatte ich zwei Möglichkeiten. Die erste bestand darin, eine eigene Blog-Software zu schreiben. Ich kam nie über eine rudimentäre Version des Scripts heraus, denn schon nach zwei Tagen entschied ich mich zugunsten einer etablierten Software gegen die Weiterentwicklung des eigenen Systems. Warum sollte ich das Rad neu erfinden, wenn bereits mehrere leistungsfähigere Systeme auf dem Markt sind.
Seitdem vertraue ich auf WordPress und befinde ich damit in guter Gesellschaft. Mit der Popularität kam aber der Spam, die Arbeit, die einem das System von LiveJournal abnahm, musste man nun selbst erledigen: Das Installieren eines brauchbaren Spam-Filters. Darüber hinaus ist es Pflicht, die verwendete Software auf dem aktuellsten Stand zu halten. Gerade xmlrpc (s.u.) hatte in den früheren Versionen mit Sicherheitslücken zu kämpfen.

Stand vor einiger Zeit die Software im Mittelpunkt, verlagert sich die Blog-Verwaltung immer weitere auf externe Tools. So ist mein Blog zwar auch unter der Adresse http://blog.fallenbeck.com erreichbar, sollte aber bitte entweder per RSS oder auf meiner Hauptseite http://www.fallenbeck.com gelesen werden. Es sieht einfach besser aus. ;)

RSS
Dank der Freundesliste des LiveJournals hatte man seine bevorzugten Blogs immer im Blick, mit der Installation einer eigenen Blog-Software hielt auch die Heterogenität Einzug. Um nicht jeden Blog einzeln besuchen zu müssen, kann man auf webbasierte Sammeldienste – RSS-Feeds werden “eingesammelt”, aufbereitet und auf einer einzigen Webseite veröffentlicht – oder sogenannte News-Reader zurückgreifen, die bei Aktualisierung einzelner Blogs Alarm schlagen und Einträge (oder Anrisstexte) direkt darstellen.
RSS-Feeds sind bereits bei zahlreichen Zeitungen und News-Portalen zu finden, so dass man seinen News-Reader auch zum Nachrichtenkonsum einsetzen kann.
Mittlerweile bietet auch LiveJournal an, einzelne Journale als RSS-Feed zu exportieren, dies gelingt sogar mit geschützten Einträgen, wenn man selbst einen Account bei LiveJournal besitzt und auf der Freundesliste des betreffenden Bloggers ist. Genauso kann man externe RSS-Feeds anlegen und sich auf seiner Freundesliste anzeigen lassen.

Blog-Clients
ectoSeit kurzem aktualisiere ich meinen Blog nicht mehr über die Webseite, sondern setze einen externen Editor ein, einen Blog-Client. Dieser gestattet mir das Erstellen von Einträgen auch ohne Netzzugang, bietet vielerlei Annehmlichkeiten und einen WYSIWYAG-Editor, nur selten muss ich mich noch durch HTML-Tags quälen. Für das bequeme Editieren und die Offline-Verwaltung meiner Einträge (in mehreren Blogs) verwende ich Ecto, einen für Windows und Mac OS X erhältlichen Client.
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Das heutige Wetter zeigt sich von seiner besten Seite und auch in der Stadt herrschen sommerliche Temperaturen. Eltern schreien ihren Kindern hinterher, kastrierte Köter kläffen und in der Gasse vor dem Haus tauscht man sich aus.
Und doch: Marburg ist aushaltbar. Manchmal. Mancherorts.
Man sollte es nur nicht übertreiben.