Cadaqués En La Noche

Das neue Semester steht vor der Tür und für eine meiner Nebenfachveranstaltungen findet sich als Teilnahmebedingung ein Eingangstest. Solche Tests dienen in der Regel dazu, die überlangen Teilnehmerlisten auf Seminargröße zurechtzustutzen. Bei einem Kriegsfilmseminar im letzten Semester kamen selbst Kommilitonen in den Kurs, die nachweislich keinen einzigen der geforderten Kriegsfilme angeschaut hatten – wir waren nur zu neunt.

Die diesjährige Veranstaltung führt ein einziges Werk auf, von dessen Kenntnis Zeugnis abgelegt werden muss: ein zweihundertdreißig Seiten dickes Buch, das zum Kaufen zu teuer und zum Lesen – jedenfalls bisher – zu uninteressant ist. Weil das Seminar Kommunikationsformen im Internet untersucht, werden zu Beginn des Buchs die technischen Grundlagen erklärt. Einem Informatiker erzählt man hier nichts Neues, das Erscheinungsjahr 1998 jedoch gibt oftmals Anlass zum Schmunzeln.
Ich wunderte mich noch, warum der Kopierer im Institut komische Geräusche machte und die Kopien untertänigst rollte – offenbar versteckte das Gerät wahllos irgendwelche Blätter in seinem Inneren. Dass ich auf den ersten dreißig Seiten dreimal vergessen haben soll, eine Doppelseite zu kopieren, will und kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Ihr Hansel, ich wechsle zur Konkurrenz. Heute habe ich einen Termin für ein Vorstellungsgespräch bekommen.

26 Gedanken zu „Cadaqués En La Noche

  1. Viel Glück beim Vorstellungsgespräch! BTW: Welche Konkurrenz? MNZ?

    Ich hab den Laden hier auch schon ziemlich satt :-(

    Rate mal wo ich gleich um 23:00 wieder hindackeln darf…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.