Bodenlos

Das Haus verwaist, im Treppenflur herrscht aufgeregtes Treiben, ich höre sie Sofas um die Ecken tragen, Geschirr klirrt von oben und hievt mich auf den zweiten Platz der am längsten hier residierenden Mieter; nur das eine Paar, welches meine Pakete immer entgegen nimmt, lebt länger hier.

Könnte man tagsüber schlafen, fiele das nächtliche Arbeiten nicht so schwer, das ich wieder für mich entdecke. Tagsüber bin ich bestenfalls zum Lesen und zu kurzen Notizen brauchbar, der überwiegende Teil meiner Hausarbeit entsteht in den Abendstunden bei neu entdecktem Instant-Cappuccino von Tchibo.

Hausarbeit

Die relevanten Bücher rufen die Erinnerung an das letzte Seminar des vergangenen Semesters hervor, in dem ich mein Buch vergaß und mich neben eine Kommilitonin setzte, die mir ihres freudig entgegenstreckte mit den Worten

Ich hab dich gesehen!
Im Internet!

Hallo. Ich habe mich sehr unwohl gefühlt neben dir.

Ein Gedanke zu „Bodenlos

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