Bei uns hat ein anderer die Ideen

Auf das Naheliegendste kommst du immer zum Schluss. Und – das ist die Tragik – nicht einmal allein.

Das Telefon klingelt, Vorfreude gedämpft durch den Namen im Display, der nicht der erwartete ist. Wie lange haben wir uns nicht gehört, nein, mir geht es nicht sehr gut, genau genommen geht es mir, wie ich mich anhöre.
Aber du hörst dich gut an und ja, ich freue mich, dich zu hören. Ich freue mich wirklich, auch wenn ich eben einem Freund versicherte, auf Telefonieren heute bestimmt keine Lust mehr zu haben. Das hat vielleicht zwei Minuten gestimmt, die anderen zehn waren nett. Ich denke, während Worte aus mir heraussprudeln, des Zuhörers dankbar, du tust gut.

Ich weiß selten, wo du bist, von wo du dich meldest. Aber eines weiß ich doch immer: Du bist da. Zu oft habe ich dir dafür Nachrichten geschrieben zu unmenschlichen Zeiten, die die deinen sind. Immer kam Antwort.
Ich weiß, du willst das nicht hören: Danke.
Und: Ich freue mich auf Samstag. Wirklich.

Ein Gedanke zu „Bei uns hat ein anderer die Ideen

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