Auf die Unentschlossenen

Ein Tag im Winter, so scheint es.
MorgenlektüreSich die Nacht aus den Augen reiben und unter der Dusche wärmen, regungslos unter dem heißen Wasser verharren. Vielleicht kompensiere ich damit das Verbot von damals; wegen des Wasserverbrauchs sollte ich die Dusche nicht als Heizung missbrauchen. Nachdem ich seit Monaten einen astronomisch hohen Betrag an die Stadtwerke überweise, nehme ich mir diese Freiheit ebenso heraus wie das Aufdrehen der Heizung mitte September. Es ist kalt geworden.
Am winterlichsten sind jene Minuten, in denen ich aus dem Bad trete und gegen die beschlagene Balkontür blicke, während das Wetter dahinter Kälte vermuten lässt. Ich ziehe mir eine Jogginghose, dicke Socken und einen Kapuzenpullover über, zünde ein Teelicht an und setze Kaffee auf.
Und wie immer bin ich falsch gekleidet, als dass ich dem Bäcker gegenüber einen Besuch abstatten könnte.

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