Am Ende eines Lebens

Dass heute die Festplatte des Servers das Dateisystem nach Problemen in den Read-Only-Modus geschaltet hat, folglich nichts funktionierte und erst ein manueller Dateisystemcheck durch einen Techniker den Rechner zurück ans Netz brachte, war der Punkt auf dem i, quasi der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: Ich habe mich mit rsync auseinandergesetzt und spiegele fortan jede Nacht die Datenbanken, die Grundlage des Systems (das erklärt übrigens die Ausfälle nahezu aller Dienste, wenn mySQL ins Schwimmen gerät – wie vorhin).

FlummiRechts sind die Überreste von Leos Lieblings-Spielzeug zu erkennen, das in den vergangenen Tagen eine atemberaubende Metamorphose durchgemacht hat. Sein Spieltrieb wird eher angespornt, was den unvorhersehbaren Richtungswechseln beim Rollen zu verdanken ist. Leider ist der erreichte Zustand kein beständiger: Wahrscheinlich wird der Kater schon morgen verzweifelt gegen einen unförmigen blauen Überrest hauen, der weder rollt noch springt. Schon morgen also werde ich nach einem bissfesten Flummi fragend durch die Spielzeuggeschäfte streifen, die unverständlichen Blicke der Verkäufer auf mir.
Unverständlich scheint die Zerstörung eines Lieblingsspielzeugs, auch dieser Eintrag erinnerte mich an Situationen in meiner Kindheit, in denen ich aus einem Gefühl der Freude blitzartig in einen Trauerzustand versetzt wurde, wenn ich realisierte, dass mir der zerstörte oder weggeworfene Gegenstand doch lieb war. Zuletzt vor ein paar Jahren, als ich eine CDU-Einkaufswagenmarke aus dem fahrenden Auto warf.
Natürlich war sie nützlich, egal was darauf stand.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.