Altes Gasthaus Love

Mit dem Rücken zu mir: ihr.
Gehend aufs Eis dieses Sees, auf den ich blicke, euch nach, das Felsmassiv am anderen Ufer an,
doch vor allem: Euch nach.

Als du dich umdrehst – ich weiß nicht warum – lächle ich bereits, glücklich allein, euch nach,
doch vor allem: Dir nach.

Am Fuße der Felsen, die ich lange nicht sah,
auf der zugefrorenen Bucht schwarze Punkte, vielleicht ihr, ganz sicher egal.
Vom Kaffeehaus (lesend) schau ich euch an
umringt von Menschen (essend und trinkend), die ich kaum verstehen kann.

Ein Hund nüstert draußen in den staubigen Schnee,
ich sitze drin bei Kaffee und Tee
und habe, wenn man mich fragt, was ich macht’ sagend
»Glücklich den Urlaub verbracht«.

Zwischen uns etliche Jahre und genau so wie’s ist, so ist es gut.
Ein langer Weg war es bis zu diesem Satz,
der Monate in Anspruch genommen hat.

Wir wissen die Komplimente zu deuten, die man sich morgens zu Tagesbeginn macht,
wir wissen (uns manchmal umarmend sagend), dass man sich noch eine Ewigkeit hat.

Wie Raupen die Straßen planieren Hamburger Lieder die Welt:

»Endlich einmal etwas, das länger als vier Jahre hält.«

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