So lang‘ ich noch hier bin, bin ich nicht ausgestorben (oder im Zoo)

Als ich am Sonntag erst den Blogeintrag schrieb und später ein Foto gepostet habe, auf dem ich nach einer Radfahrt durch den Regen zu sehen bin, habe ich Kommentare, sogar eMails bekommen, von Menschen die sagten, ich sähe nicht aus oder mindestens anders als sonst. Ich habe im August des letztens Jahres bei der Fraunhofer angefangen, etwa acht Wochen später ist M. morgens auf Abstand gegangen mit den Worten »Mensch, siehst Du scheiße aus«.

Als ich vor wenigen Jahren mit B. und J. durch die Mensa ging, haben Erstsemesterstudenten ehrfurchtsvoll unsere Wege gemieden. Ich war das nicht anders gewohnt, doch J. sagte mir, ich sähe aus als würde ich Menschen fressen. Und Madame sagt so oft, ich soll doch bitte freundlich schauen, wenn ich ausgeglichen auf einem Sofa sitze und mich entspanne. Ich halte nichts von der Theorie die behauptet, wenn man die Gesichtsmuskulatur entspannt, würde man lächeln.

Berlin, Aufzug, Gute Laune

Den einen Freund, deutlicher fortgeschritten im Alter als ich, verstehe ich besser, je älter ich werde. Es gab eine Zeit, da ging es mir schlechter als jetzt oder sagen wir lieber: Ich war schlechter gelaunt. Ich dachte »Irgendwas muss sich doch ändern!« und irgendwas ändert sich jetzt.

Wenn ich am Sonntag nicht glücklich aussah, lag das möglicherweise am Regen. Doch eher an diesem einen Problem, das heute bereits nicht mehr existiert. Es ist, wie der Satz eines Freundes beschreibt:

Wenn wir jammern, dann darfst Du niemals vergessen,
ist das Jammern auf hohem Niveau.

t: Moritz Krämer – Aussterben

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