Ruf ein Fahrrad

»Wenn ich mich nicht melde, geht es mir gut« pflege ich immer zu sagen, wenn ich mir von verwandtschaftlicher Seite anhören muss, dass ich, wenn ich sowieso nicht vorbeikomme, nicht einmal anrufen würde. Manchmal sage ich dann noch »ich bin nicht gut in sowas« und danke immer denen, die von sich aus nach einem halben Jahr anrufen oder jenen, die da sind, wenn es einem nach zwei Jahren wieder schlecht geht.

Für den Moment habe ich eine andere Ausrede, die sich mit Arbeit gut umschreiben lässt. Ich schloss mich über das Wochenende ein, zweimal herum, habe meine Kommunikationsprogramme beendet, extra noch eingekauft und gedacht: »Jetzt schauen wir mal!« Und dann habe ich gedacht: »Du kannst nachts sowieso besser arbeiten.«
Dass einem spät die Gedanken um die Ohren fliegen und nicht zu fassen sind, hat mir in all den Jahren niemand gesagt. Darin bin ich wirklich gut, aber das kann man ja leider in keine Bewerbung schreiben.

Ich habe in den letzten Wochen zweimal umgeräumt.
Und viermal gesaugt.

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