Man weiß ja immer erst, was man hatte…

Als ich T. kennenlernte, war ich beinahe 15 Jahre jünger als jetzt und lebte in Marburg. Dass ich T. überhaupt kennenlernte und sie eine meiner wichtigsten Bezugspersonen werden sollte, habe ich G. zu verdanken, den ich selten spreche und sehr oft vermisse. Vor wenigen Wochen habe ich geträumt, wir seien zusammen gezogen.
Ich vermisse sie beide.

T. verließ Marburg irgendwann vor mir und zog ein Stück in den Norden, in dem Sie immer noch lebt. Wenn sie von ihrer Arbeit erzählt, denke ich an ein kleines Blockhaus im Wald, an das wilde Gehölz eines Nationalparks und an Wildkatzen. Ich glaube, ich liege ganz nah an der Wahrheit. T. hat mir gestern Fotos gezeigt von ihrer kleinen Wohnung auf dem Land, für die sie soviel zahlt wie ein Münchner für eine Garage in hervorragender Lage. Aus jedem Möbelstück, aus jedem Detail ihrer Wohnung spricht jene, die ich aus Marburg noch kenne.

Unten am See

Ich fahre endlich wieder Zug,
trinke endlich wieder Bahn-Kaffee.
Ich habe das Gefühl, seit Jahren zu wenig nachzudenken
und weiß nicht, was am Erwachsensein so toll sein soll.
Ich müsste mal wieder raus – sicher in den Norden.
Zeit zu haben wäre toll.

2 Gedanken zu „Man weiß ja immer erst, was man hatte…

  1. Nimm mir meine Offenheit nicht übel, aber ist es nicht vielleicht eher so, dass Du eher zu viel nachdenkst als zu wenig? Oder dass zu sehr immer wieder in die Vergangenheit guckst?

    Ich frage so direkt, weil sich das Thema Rückschau wie ein basso ostinato durch Deine Beiträge zieht, seit ich Dein Blog lese.

  2. ach ja, niels, du träumer!

    dass diese vergangenheit weiterlebt, ist mindestens ein grund immer mal wieder hinzuschauen (gell, mark793?). manchmal schickt sie sogar liebevolle grüsse: da. für dich, für euch

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