In Fat we Trust

Das wunderschöne Mädchen tippt mir auf die Brust und sagt »ich verstehe nicht, dass du ein T-Shirt trägst, auf dem eine Kuh in einen Burger verwandelt wird.« Ich hole etwas aus, erzähle von einem früheren Geburtstag – es muss acht Jahre her sein – und vom seltsamen Humor meiner Exfreundin und eines guten Freundes, der heute in Berlin lebt und den ich viel zu selten sehe. 

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Morgen früh werden wir in Rom in einem Straßencafé sitzen, frühstücken und uns überlegen, wie wir die folgenden Tage verbringen. Ich werde ein wenig arbeiten (schreiben), während wir in der Nähe des Petersdoms oder gegenüber des Kolosseums in der Sonne sitzen und werde darüber nachdenken, wohin es mich in den nächsten Monaten zieht. Zur Zeit arbeite ich drei Tage die Woche bei dem Sicherheitsinstitut, und die übrigen zwei Tage pro Woche mit anderen Dingen zu füllen fällt mir noch schwer: Zwar erzähle ich vielen, dass ich Zeit für andere Projekte habe und komme dadurch zu Gelegenheiten – ich halte Vorträge, gebe Feedback zu Texten und schreibe jetzt für ein Blog der F.A.Z. – aber ich verbringe die zwei freien Tage pro Woche nicht so häufig in Cafés wie ich das ursprünglich wollte. (Aber das Wetter in den letzten Woche war schlecht und die Alltagskiste hat keine Schutzbleche.)

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In Rom, in der Sonne, werde ich mir bei einem Cappuccino Gedanken über die nächsten Schritte machen; vielleicht brauche ich einfach nur Zeit. Ein Freund sagte gestern, ich solle mit mir geduldiger sein. »Allein in den vergangenen Wochen hast du Dinge getan, für die du vorher keine Zeit gehabt hast.« Zum Beispiel: Das neue Rennrad liegt nicht mehr in Einzelteilen vor mir. Doch ist das nichts, was in den nächsten Monaten die Lücke im Geldbeutel füllt, nichts womit ich mir Croissants, Torten und Tee kaufen kann.

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Aber: Ich bin – das merke ich selbst – einen Schritt weiter in jene Richtung gegangen, die mir (trotz allem) richtig erscheint: Das geographisch ungebundene Arbeiten (wie gesagt: Das Kolosseum in Rom!) und die Vielfalt durch verschiedene Jobs. Nun muss ich die Tage nur noch besser füllen und mich besinnen auf meine Stärken, die vielleicht gar nicht so häufig anzutreffen sind: Ein Informatiker, der Reden will und der Reden kann. Nur von diesem T-Shirt – und mit ihm jenem seltsamen Humor – darf niemand wissen. Dieses T-Shirt trage ich nur nachts.

3 Gedanken zu „In Fat we Trust

  1. Immerhin Niels, du hast den ersten Schritt getan. Nicht nur in irgendeine Richtung, sondern in Deine.
    Und auch wenn Dir die Umsetzung Deiner Ideen vielleicht noch schwer fällt, ist der Schritt der richtige. Übe dich in Geduld. Das ist es, was das Geräusch des Schrittes Dir zur Zeit sagt. Alles weitere wird kommen. Wird Dich finden. Von selbst. Egal ob vor dem Kolosseum oder in der besten Eisdiele nördlich der Alpen (die ich noch immer nicht besucht habe).
    Waste your time well* – und das tust Du. Auch mit dem T-Shirt :)

  2. Nunja, manchmal fühlt es sich eben noch etwas zäh an. Aber so ist das wohl, ich bin ja noch immer von der Richtigkeit der Entscheidung überzeugt.

    (Das mit dem T-Shirt hat übrigens noch nicht geklappt.)

  3. (ich warte täglich auf die Öffnung der Seite – dann schläfst Du vielleicht auch bald mit dem richtigen Motto)

    Übrigens ist es bei mir ähnlich. Ich warte auch. Auf einen warmen Regen, der mein Geldbeutel füllt. Um endlich mit geschriebenen Worten meine Zeit zu füllen, die ich an schönen Orten (in Gedanken) verbringe.

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