Dieser Kaffee macht keine Gefangenen

Gestern haben wir uns beim Abendessen über dieses Viertel unterhalten, wo ich jetzt in dem nach einer Baulücke benannten Café Gap sitze. Das Viertel erinnert diesem Café gleich an eine einzige Baustelle, zwischen denen bepackte Menschen ihre Einkäufe aus den offenen Märkten nach Hause tragen, mäandernd durch sich stauende Autos.

Hier in einer der kleinen Straßen hinter dem Hauptbahnhof ist der Kaffee doppelt stark wie damals an der marokkanischen Straßenecke, an die ich denken muss, die Bänke sind durchgesessen und an vielen Stellen notdürftig geflickt; unverputzte Wände blecken mich an, die Toiletten sind schräg hinten im Hof. Es ist der Ort, der dem zurückgelassenen Refugium am Nächsten ist.

Ich habe von einem Menschen gelesen, für den ist dieses Café ein Stück Berlin hier unten im Süden. Es ist eines der guten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.