Café Juliana – Zwei Jahre her

Café Juliana

Eine der ersten Erinnerungen, die ich an den Kurort am See besitze, ist meine Ankunft auf dem kleinen Bahnhof und der Besuch des Cafés schräg gegenüber, in dessen Garten ich zeitweise häufig saß, um auf Züge zu warten. Es hatte den Charme jener Cafés, die ich selten finde; das mich nicht nur deswegen an mein geliebtes Café am Grün erinnert, weil man sich seine Getränke selbst holen muss.

Es ist vielmehr so, dass sich jene dies Suchende gleichen; sitzen an einem Fluss in der Sonne mit ähnlichen Idealen und ähnlichen Ideen. Es ist naturgemäß ein Kosmos, in den nicht jeder findet, wie ein BWL-Hörsaal ein Kosmos ist oder die Freitagabende in der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deines Vertrauens.

Ich sei zwei Jahre nicht mehr hier gewesen, sagte sie zwischen dem Dampf der Siebträgermaschine. Vor zwei Jahren nämlich habe man dieses alte Haus bezogen, das mir neu ist und seltsam vertraut. Man habe den Garten gern getauscht, der an der lauten Straße des Bahnhofs lag zugunsten dieses verwinkelten Hofs. Und man hoffe, es dauert nicht wieder zwei Jahre… das Zischen der Alten Vertrauten verschluckt den übrigen Satz.

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