Technik


Ich hätte wirklich nicht geglaubt, dass mich ein elektronisches Gerät noch einmal so begeistert. Vielleicht bin ich für andere wieder in eine Richtung gerückt, in die ich nicht wollte, deren Habitus meinem Beruf aber anhängt.

Keine Mikrowelle!

Ach, und wenn schon.

Katzen, sagen sie, verlängern das Leben ihrer Besitzer. Nicht ganz freiwillig indes, es hätte irgendetwas mit Entspannung zu tun. Oder auch mit jenen Fällen, die es einmal im Jahr in die Medien schaffen; jene, in denen die Katze wegen des Lecks im Gasrohr rechtzeitig den Besitzer geweckt oder die Nachbarn informiert hat, die schließlich die Feuerwehr alarmierten.

iPod Headphones

Sie alle kennen Leo nicht.
Wer kotzt nach dem Urlaub aufs Bett? Wer wirft einen der neuen Lautsprecher um, weil oben ein toller Platz zum Liegen ist? Wer quetscht sich die Rippen unter dem fallenden Katzenbaum und muss wegen Atemnot zum Tierarzt?
Kein Leben, mit dem Leo sanft umgehen würde. Die Kopfhörer des iPods haben ihres gerade verloren.

Die waren aber auch schlecht…

Ich muss dieses Blog - was ich normalerweise nicht mache - für eine Nachricht an all jene »missbrauchen«, die bei »uns« Webspace, Domains oder Mails liegen haben:
(Dieser Blogeintrag wird regelmäßig aktualisiert, neueste Nachrichten finden sich am Ende des Eintrags.)

Heute nacht ist die Festplatte unseres Webservers ausgefallen. Einen Vorgeschmack dessen gab es vor etwa 18 Stunden, als der Server für eine Stunde nicht erreichbar und mit obskuren Dateisystemfehlermeldungen ausgefallen war.
Seit heute morgen 7.32 Uhr ist er wieder nicht erreichbar, er bleibt beim Booten des Betriebssystems hängen. Erreichbar über ein Notfallsystem, lassen die Logfiles nichts Gutes erwarten.
In etwa einer halben Stunde werden wir neue Hardware bestellen, wann die Systeme dann wieder wie gewohnt laufen, vermag ich nicht zu sagen.

Für die Probleme entschuldige ich mich.

[09:02 Uhr] Der Server scheint wieder erreichbar und die neue Hardware ist bestellt. In eigenem Interesse sollte jeder eine Sicherung seiner Daten vornehmen (wahrscheinlich fährt der Server dann wieder gegen die Wand…)

[09:56 Uhr] Die Bestellung wird jetzt bearbeitet, mit hoher Wahrscheinlichkeit geht der neue Server heute noch online. Dieser muss dann am Wochenende eingerichtet werden…

[15:45 Uhr] Der Server fährt nicht mehr aus eigener Kraft hoch und ist nur noch via Rettungssystem zu erreichen. Um die auf der Festplatte verbleibenden Daten nicht noch weiter zu kompromittieren, werden wir den Server nicht mehr von dieser Festplatte booten und nachher, wenn die neue Hardware installiert ist, die Daten via Notfallsystem auf den neuen Computer kopieren.

[21:42 Uhr] Heute anscheinend nicht mehr. Sehr ärgerlich.

[Montag, 12:01] Nach einem Telefonat mit der Firma und einer Mail an deren Rechenzentrum warte ich jetzt auf Antwort. Man könne auch nicht verstehen, warum der Server noch nicht online ist.
So fangen gute Geschichten immer an….

[Montag, 14:51] Es tut sich was! Tut sich was?

Hallo,

macht mein Kollege im RZ gleich.

Freundlicher Gruß

[Montag, 21:54] Nach einem Anruf im Rechenzentrum gings dann. Zwar nicht schnell, aber vorwärts. Der Server ist also da und erreichbar, nun beginnt die lange Nacht.

[Dienstag, 20:12] Zwar kam die Hardware schon gestern abend, aber die IP-Adressen erst heute morgen. Im Moment sind wir am Wiederaufsetzen des Systems…

[Mittwoch, 05:51] Die Webseiten laufen wieder. Es kann und wird allerdings zu Problemen kommen, da der Datenbankserver nicht mehr über “localhost” erreichbar ist. Außerdem laufen sie im Moment mit Hilfe eines Hacks, da mir das Verhalten der Datenbank nicht ganz klar ist. Aber da kommen wir sicher auch noch hinter.
Jetzt schlafen. (Mails usw. kommen heute oder morgen, darin habe ich keine Aktien…)

[0:30] «Die von Ihnen gewählte Rufnummer ist zur Zeit nicht vergeben» brüllt es mir entgegen, wenn ich meine alte Handynummer anrufe. Diese soll heute umziehen und meine neue ersetzen, die ich darum kaum publik gemacht habe.
Ich lege mich ins Bett mit der Hoffnung, dass nach dem Aufstehen alles funktioniert.
[7:55] Griff zum Telefon, aus dem mir die gleiche Stimme wie gestern entgegenschallt. Erstmal duschen.
[8.30] Wenig motiviert und schlecht gelaunt mache ich mich auf den Weg zum T-Punkt.
[9:00] Nein, da könne man gar nichts machen, immerhin ist mein Vertrag schon fünf Monate alt. Ich solle mich doch bitte an die Hotline wenden, weil die Systeme in Bonn ausgefallen sind (das tun sie immer, wenn ich zur Telekom gehe…).
[9:30] Die Hotline versichert mir, dass das alles gar kein Problem sei und der Vertragsparter bloß die Rufnummernportierung nicht weitergeleitet habe. Ich solle dem T-Punkt mal ordentlich Dampf machen, natürlich könnte ich die Nummer “retten”.
[10:00] Der T-Punkt ruft bei der gleichen Hotline an und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. Man schickt mich zu meinem Vertragspartner, dem ich auf die Füße steigen soll. «Wenn sie diesen Vertrag nicht eingescannt, manipuliert und mit einem Farblaser ausgedruckt haben…» Aha? Arschloch.
[10:15] Der Vertragspartner hat endlich geöffnet. «Hallo, hier kommt ein Problem.« Er ruft die Hotline an, muss dann aber Rücksprache mit seinem Vertriebspartner halten, bei dem der Antrag auf Rufnummernportierung angeblich verschollen sei. Ich solle doch nachher noch einmal kommen, dann würden wir weitersehen.
[13:35] «Das wird gerade überprüft, ich melde mich auf jeden Fall bei dir. Deine Nummer habe ich ja.» - «Auch die neue?» Haha, Schenkelklopfer.
[17:45] Im Moment tut sich nichts. Morgen dann. Oder nächste Woche. Prima. Es ist zum Heulen.
[kurz vor 19 Uhr] Mein Vertragspartner, der kleine Laden um die Ecke, ruft an. Sie haben den Fehler gefunden: Bei sich. Etwas erstaunt willige ich auf das Angebot ein, dass mir am Ende der kommenden Woche etwa meine Nummer zurückbringt.

Ich habe es geahnt.
Bis auf weiteres ist meine alte Nummer nicht mehr erreichbar.
Wer die neue kennt, hat Glück.

Das neue Array

Nach ein paar Überlegungen erwies sich die kurzfristig teurere Lösung als die langfristig günstigere. Und das in vielerlei Hinsicht.
Jedenfalls bin ich seit etwa zwölf Stunden dabei, Daten hin- und herzukopieren. Und eigentlich hat das bloß so lange gedauert, weil man mir viel zu spät verriet, dass ich den DMA-Modus der IDE-Platten manuell einschalten muss.
Ich weiß schon, warum ich sonst nur SCSI-Platten verwende. Und dass ich für den Rest des Monats hungern muss.

3ware command line tool

So sieht es aus, wenn man plötzlich und zeitnah mindestens 70 Euro zum Computerhändler seines Vertrauens tragen muss (und froh ist, die Investition in den Raid-Controller vor mehreren Monaten getätigt zu haben).
Eine Festplatte im Raid-1-Verbund auf meinem Server ist kaputt, was mich vor die Entscheidung stellt, in eine Ersatzplatte zu investieren oder gleich zwei neue Festplatten zu kaufen und die Speicherkapazität des Arrays deutlich aufzustocken.

Aber sonst war der Tag toll.

Ich habe in der letzten Woche sehr viel über Apple-Tastaturen gelernt. Und über Aldi-Kerzen.

Letztere biedern sich durch einen verhältnismäßig geringen Anschaffungspreis an. Weil Billigheimerei meistens mit Mangelqualität einher geht, haben die Aldi-Kerzen eine Tendenz zum seitlichen Einriss, aus dem sich dann der gesamte flüssige Wachs auf dem Untergrund verteilt. Hält man die Kerze in diesem Moment über seinen Laptop, kann man viel über die verbauten Tastaturen lernen.

Powerbook-Tastatur + Bügeleisen

Die bewährte Kombination aus Bügeleisen und Löschpapier nämlich eignet sich vordergründig durchaus für die Wachsentfernung (Gott sei Dank besteht das Gehäuse meines Computers aus Aluminium, sonst gäbe es hier vermutlich wesentlich mehr und beindruckendere Fotos). Aber nicht bei der Tastatur.

Nach einigem Umschauen auf dem sehr übersichtlichen Tastatur-Gebrauchtmarkt und dem Zu-Rate-ziehen eines Fachgeschäfts fiel der komplette Tausch der Tastatur aus. Erstens wäre das durch eine Werkstatt zu teuer geworden und beim Selbttausch wäre ein Garantieverlust die Folge und zweitens war das unnötig, denn das Keyboard funktionierte noch immer einwandfrei. Also machte ich mich auf die Suche nach einer Tastatur, deren Tastenkappen ich dann verwenden wollte.

»Wissen Sie, wir haben eine Kiste im Keller stehen mit alten Tastaturen, die Chancen sind ganz gut, dass da eine Powerbook-Tastatur bei ist.«
»Können Sie denn nicht einmal nachschauen gerade?«
»Nein, die steht ja im Keller, vielleicht Ende der Woche.«
»Ich bin gerade einhundert Kilometer gefahren, schauen sie doch bitte mal nach, das kann doch so lange nicht dauern.«
»Rufen sie Ende der Woche nochmal an.«

Nachdem Gravis nicht gewillt war, mir bei meinem Problem zu helfen, entdeckte ich bei ebay ein einziges passendes Modell. Eine neue Tastatur wurde mir von der Apfelklinik für 120 Euro angeboten, deren Lieferzeit mit einundzwanzig Tagen angegeben. Die Aktion bei ebay hingegen dauerte nur vier Tage, das Mindesgebot war deutlich günstiger.

Weil Tastatur und Wachs offensichtlich kein gängiges Szenario sind, habe ich die Auktion zu einem sehr fairen Preis gewonnen.
Weil Tastatur und Wachs offensichtlich kein gängiges Szenario sind, schäme mich dafür, dass dies mitnichten der erste wachsene Zwischenfall war.

Wer einen Server in einem öffentlichen Rechenzentrum stehen hat, sollte dafür Sorge tragen, dass Sicherheitslücken schnellstmöglich geschlossen werden.
Da wir normalerweise zu unserer Linuxdistribution gehörende Programmpakete verwenden, stehen zügig Fixes zur Verfügung.
Allein unsere Webmailoberfläche betreiben wir unabhängig von unserer Distribution und sind dort für das Schließen von Sicherheitslücken selbst zuständig. Weil wir die Software angepasst haben, drücke ich mich auch so gut es geht vor dem Einspielen der aktuellsten Versionen, weil die Änderungen natürlich jedes mal neu eingepflegt werden müssen… Vorhin hatten wir eine Diskussion, wer diese Anpassungen damals wohl gemacht hat. Ich war mir ziemlich sicher, das nicht gewesen zu sein.

Wer hat die Änderungen zu verantworten?

In Kürze wird sowieso alles besser.

Ich sollte Sony wirklich dankbar sein. Während deren Akkus anderswo Laptops flambieren, bekomme ich im Rahmen des Austauschprogramms von Apple wieder einen neuen - mittlerweile den zweiten. Keine meiner Batterien wurde älter als vierzehn Monate; wenn das so weitergeht, spare ich eine Menge Geld. Wer behauptet, Apple-Computer seien teuer, sollte sich in den Themenkomplex total cost of ownership einarbeiten. ;-)
Bei solchen Austauschaktionen muss ich mich aber immer wieder fragen, wie die sich das vorstellen (ich habe nicht umsonst einen Laptop gekauft):

After removing the recalled battery from the iBook or PowerBook, consumers should plug in the AC adapter to power the computer until a replacement battery arrives.
[...]
It may take up to 4 to 6 weeks for your replacement battery to arrive.

Frustrierend dagegen die Suche bei Google Images nach einem bestimmten Produkt. Innerhalb der ersten zehn Ergebnisse führen zwei Treffer auf Seiten, die mich mit den folgenden Worten begrüßen:

Das Angebot ist beendet bei einem Höchstgebot von EUR xxx,xx. Sie wurden leider überboten.

Ich hab’s ja nie verstanden, damals. Klar, die Zeiten von ISA sind eigentlich vorbei, der PCI-Bus hat sich im Computer schon seit Jahren durchgesetzt und eigentlich nur Vorteile. Der allergrößte: Er funktioniert.

Den Zwischenschritt, den man vom ISA-Bus hin zur neuen Architektur gemacht hat, nannte sich dann Plug’n'Play. Unter uns: Plug’n'Play ist der allergrößte Scheiß.

ISA BNC PnP Netzwerkkarte

Dieser Eintrag kommt für eine Warnung wahrscheinlich fünf Jahre zu spät. Ich komme darauf, weil ein alter Rechner in der Firma zusammengebrochen ist, der noch im BNC-Bereich des Netzwerks steht (ja, es gab ein Leben vor Fast- bzw. Gigabit-Ethernet und TP-Verkabelung, ihr Gigabyte-schaufelnden Jugendlichen!). Angebunden - weil das System prähistorisch ist - über eine ISA-Netzwerkkarte, und weil man damals schlau war: Plug’n'Play. Funktionierte prima mit dem (jetzt defekten) Mainboard, mit dem neuen will allerdings keine der beiden vorhandenen Karten arbeiten.
Kein Jumper, der einem die Adresse der Karte mitteilt. Keine Dokumentation und nichtmal den Typ/Namen der Karte, nichts als blöde, nichtssagende Transistoren. Noch dazu das dämlichste Betriebssystem der Welt, dass sogar bei einem IP-Wechsel neu booten will, ein Betriebssystem namens Windows (in der Inkarnation 98 mit Plug’n'Play beworben).
»Nein, die Adresse kann ich nicht verwenden, da liegt schon ein anderes Gerät. Welches? Gute Frage…« oder
»Diese Ressourcen kann ich nicht verwenden, da sie von Y verwendet werden. Was kann ich dafür, dass Y nicht installiert ist?«

Falls jemand eine BNC-Netzwerkkarte übrig hat, kann er sich gern melden. Aber bleibt mir mit jumperlosen Karten vom Leib (wenn es sich dabei nicht um PCI handelt)!

Wer von euch benutzt eigentlich regelmäßig Skype?
Ich habe bisher vielleicht dreimal über das Internet telefoniert, jedes mal musste ich das interne Mikrofon meines Computers verwenden und einen Kopfhörer aufsetzen, damit der Gegenüber mit der Sprachqualität zufrieden war. In den theoretischen Betrachtungen, die ich in den letzten Tagen anstelle, um die Anschaffung eines geeigneten Head-Sets zu legitimieren, steht Skype im Vergleich zu den “klassischen” textbasierten Messenging-Geschichten eigentlich hervorragend da:

  • Während der Kommunikation hat man die Hände frei und kann arbeiten/eMails beantworten/…
  • Der gemeine Anwender schreibt mithin langsamer als er redet, damit kostet die Kommunikation weniger Zeit

Das Kontra hingegen ist, dass sich ein läutendes Telefon nicht so gut ignorieren lässt wie eine hereinkommende Chat-Nachricht und einen zwangsläufig aus den Gedanken reißt (es soll ja Leute geben, die Away-Messages geflissentlich ignorieren). Weiterhin kenne ich eigentlich kaum Menschen, die ich »anskypen« könnte, und viele Reagieren ablehnend, weil sie noch einen Messenger installieren müssten.

Den Geruch von Neuem mochte ich als Kind schon sehr (abgesehen vielleicht von Autos) und noch lieber war mir der Geruch, der beim ersten Durchblättern eines Handbuchs verströmte, der Geruch von frisch gebundenem Druck, der Geruch von neuem, ungelesenen Hochglanzpapier.
So saß ich eben da, mit glänzenden Augen, fächerte mir die neue Luft zu und suchte alibihaft nach Stichworten, die mich nur am Rande interessierten.

Vor anderthalb Jahren legte ich mir einen (analogen) Terminkalender zu, um etwas Ordnung in mein Chaos zu bekommen, dass sich nach dem Absetzen meines alten Kalenders in Form eines Smartphones, dass noch heute als »Ziegelstein« verrufen ist, eingestellt hat. Später dann, als ich merkte, dass man mich an Termine auch erinnern muss, schlug die letzte Stunde für den alten Lederkalender. Ich hatte die Woche vorher im Haushalt meiner Mutter einen Palm in der Hand. Klar, dass es ein solches Gerät sein musste. Doch immer wieder kramte ich das alte Handy aus, versuchte mich zwei, drei Tage mit ihm und legte es wegen fehlender Synchronisationsmöglichkeiten stets zurück in den Schrank.

Am Wochenende kam eins zum anderen: Doreen schloss im Handyladen um die Ecke einen neuen Vertrag ab und da ich mit meinem alten Anbieter von Beginn an unzufrieden war, tat sich es ihr gleich.
Heute holte ich den Nachfolger des alten Ziegelsteins ab, habe dem Palm, bei dem mir stets die Tastatur fehlte, meinem Nachlassverwalter übereignet und weiß schon jetzt, dass ich das vergangene Wochenende nie bereuen werde.

Ich habe mich über den Tag gerettet, indem ich mich in PHP vergraben und eine problematische Stelle auf unserem Webserver ausgebessert habe. Ein bisschen neidisch wird man, weil ein Freund in der MOTD eine Nachricht hinterlässt: »Grüße aus Irland«.
Wenn Informatik-Professoren erzählen, sie hätten damals um jedes Bit kämpfen müssen, weil die Speicherkapazitäten minimal waren und bemängeln, dass heutige Studenten lieber einhundert Megabyte zu viel verbrauchen, als sich mit der Entwicklung speicheroptimierter Algorithmen zu beschäftigen, denke ich immer an unseren Server, dessen Hauptspeicher verglichen mit den damaligen riesig ist, aber verschwindend klein für eine eierlegende Wollmilchsau, wie wir sie betreiben.

Kaffee!Als ich vor einigen Monaten bei meiner Mutter zu Besuch war, bot sie mir einen Cappuccino an. Seit dem ersten Geschmack war ich neidisch auf ihre Kaffeemaschine und nahm mir vor, jeden Cent für einen dieser Kaffeeautomaten des bekannten italienischen Herstellers zu sparen. Tatsächlich stammte des Getränk aus einer Tüte Jacobs Cappuccino mit Nussgeschmack. Diese sind dermaßen rar, dass man sie in Marburg gar nicht bekommt. Bestenfalls die Vanille- oder die normale Variante, von Nüssen findet sich in den zentralen Läden dieser Stadt keine Spur.
Jetzt sitze ich mit einer der letzten Tassen, die sich aus dem importierten Vorrat brühen lässt, bei Kerzenschein und Pita.

Wardriving war gestern.Warwalking
Auf dem Weg zum Tegut und zurück habe ich alle auffindbaren drahtlosen Netzwerke protokolliert. Der Großteil der 65 gefundenen WLANs war zwar gesichert, 11 Accesspoints aber arbeiteten ohne Verschlüsselung.
Das »Protokoll« des Weges, der aus meiner Wohnung durch die Barfüßerstraße und schließlich am Schlossberg-Center vorbei führte, kann man hier als CSV-Datei herunterladen.

Allein die Namen der Netze sind es wert, an einem anderen Nachmittag die gesamte Marburger Oberstadt abzulaufen.
Interessant wäre zu wissen, wie viele Leute offene Netze nutzen und deswegen vielleicht sogar auf die Beantragung eines eigenen Internetanschlusses verzichtet haben…

Dass vorgestern Doreens und meine Domains wieder auf die Webkommune gezogen sind, kann man am nebenstehenden Traffic deutlich erkennen:

Traffic auf der Webkommune

Warum der Graph am rechten Rand rapide absackt? Es kam, was kommen musste - heute abend brach der Server zusammen. Ein Zusammenhang mit unserem Umzug mag ich vorerst ausschließen, obwohl der Zeitraum verdächtig ist.
Unser Provider hatte heute abend Probleme im eigenen Rechenzentrum, aber auch nach Behebung dieser ist die Webkommune noch nicht erreichbar und der vor drei Stunden abgegebene Reset-Auftrag wurde offensichtlich nicht mehr bearbeitet. Die Fehlersuche können wir erst nach einem Neustart beginnen, da wir auch über SSH keinen Zugriff auf die Maschine haben (bzw. die Verbindung sofort zusammenbricht).

Die Lösung für (mindestens) dieses Wochenende ist eine altbewährte: Doreens und meine Domains (www. bzw. blog. nicht vergessen!) werden jetzt wieder auf dem Server unter meinem Bett gehostet. Und für die Zukunft kann bei Problemen immer die status-Subdomain unserer Webseiten befragt werden, zum Beispiel also

http://status.fallenbeck.com

Auf meiner Suche nach einem vollwertigen Terminal für das Dashboard des neuesten Apple-Betriebssystems stieß ich auf das MindTerm Widget von Kazuharu Arakawa. Dies lädt ein über 1800 Tage altes Java-Applet aus Zeiten, in denen MindTerm noch unter der GNU Public License stand.

mindterm_login

Da ich wenige Probleme habe, nicht ganz so freie Software zu benutzen, habe ich das Widget umgebaut, so dass es jetzt mit der aktuellsten Version von MindTerm funktioniert. Dazu hat man den Vorteil, dass man auch folgende Versionen des MindTerm-Applets einsetzen kann.

Weil MindTerm jetzt nicht mehr einfach so weitergegeben werden darf, es aber für den privaten Gebrauch kostenlos ist, müsst ihr es euch selbst herunterladen. Die Installation des Widgets ist daher auch etwas aufwändiger als die eines Standard-Widgets:

mindterm_loggedin

  1. Herunterladen meines Widgets (48 KB)
  2. Anschließend entpacken und installieren wie bei jedem anderen Widget auch. Trotz des Nicht-Funkionierens auf “Behalten” klicken, weil sonst das Widget gelöscht werden würde. Danach kann man das Widget erst noch einmal vom Dashboard entfernen
  3. Herunterladen der aktuellsten MindTerm Binaries (992 KB) Version 3.0.1 von AppGate. Dazu kann man sich auch den Source und die JavaDoc herunterladen: Download-Seite
  4. Entpacken des Archivs
  5. Im Finder zu folgendem Pfad wechseln ~/Library/Widgets/ (wobei ~ das Home-Verzeichnis des aktuellen Benutzers ist, also z.B. /Users/fallenbeck/)
  6. Klick mit der rechten Maustaste (STRG-Maustaste) auf MindTerm.wdgt –> “Paketinhalt zeigen”. Es öffnet sich ein neues Finder-Fenster mit dem Paketinhalt des Widgets
  7. Kopieren der Datei mindterm.jar aus dem vorhin entpackten Ordner mindterm-3.0.1 in den Paketordner des Widgets
  8. Widget ganz normal zum Dashboard hinzufügen

Im Anschluss steht auf dem Dashboard ein Terminal zur Verfügung, mit dem man bequem auf der Shell arbeiten kann.

Hinweise:

  1. Man kann im Terminal Scrollen mit “Shift-Fn-Pfeil hoch” bzw. “Shift-Fn-Pfeil runter” (auf einem mobilen Apple-Rechner). Für Desktop-Apples heißt das wohl “Shift-PgUp” und “Shift-PgDown”.
  2. Wenn man sich ausloggt, wird der Login-Bildschirm erneut angezeigt. Es funktioniert aber kein anderer Server als localhost. Die Fehlermeldung taucht in einem extra Fenster auf, während das Dashboard im Vordergrund bleibt und ist daher nicht gleich sichtbar. Nach dem Ausblenden des Dashboards und dem Bestätigen der Fehlermeldung kann man sich erneut einloggen. Gleiches gilt auch, wenn man einen Tippfehler im Usernamen und alle sieben Versuche zur Passworteingabe aufgebraucht hat.
  3. Auch wenn ein direktes Einloggen mit MindTerm nur auf dem lokalen Rechner möglich ist, kann man sich von der Shell natürlich auf entfernte Rechner verbinden.

Die Odyssee unserer Webseiten liegt noch nicht allzu lange zurück. Damals zogen unsere Blogs auf den Webspace eines anderen Anbieters, weil die Webkommune den einen oder anderen Ausfall hatte, was im Hinblick auf den eMail-Verkehr sehr unangenehme Folgen brachte.Mein Arbeitsplatz
Nun erzeugte Doreens Blog in den letzten Tagen dermaßen viel Traffic, dass wir bei unserem Anbieter knapp unter der erlaubten Obergrenze liegen. Jede Überschreitung kostet 4 Euro pro Gigabyte, der nächsthöhere Tarif schlägt mit einem satten Mehrpreis von 11 Euro zu Buche, was allerdings bei dieser Entwicklung noch immer die ökonomischere Variante wäre.
Ab sofort werden daher die Webseiten wieder komplett auf der Webkommune gehostet - dieser und Doreens Blog laufen schon dort, die restlichen Seiten ziehe ich im Anschluss um -, eMails jedoch verbleiben weiterhin bei dem anderen Provider, damit wir hier von Ausfällen verschont werden. Diese Lösung erlaubt auch eine Abstufung in einen günstigeren Tarif.
Die Webkommune hat neben dem viel höheren Trafficvolumen noch einen entscheidenden Vorteil: Die Datenbanken lassen sich einfach per rsync sichern.
Apropos, was ich damals schon ahnte: Seit wir unsere Seiten von der Webkommune abzogen, gab es dort keine Probleme.

Ich habe mir ein Faxgerät gekauft. Natürlich habe ich mir ein gebrauchtes Faxgerät bei ebay ersteigert, denn die Neupreise sind gemessen an meinem vermutlichen Faxaufkommen indiskutabel.
Immer, wenn ich bei ebay etwas kaufe, durchsuche ich die Auktionen mehrere Stunden, fülle meine Beobachtungsliste mit einer stattlichen Anzahl infrage kommender Gerätschaften und entscheide dann, in welchen Auktionen ich Gebote abgebe. In der Regel bin ich ein schneller Käufer, habe keine Angst vor der “Sofort Kaufen”-Option und warte recht selten auf ein Schnäppchen, von deren Existenz ich bis heute (jedenfalls bei ebay) nicht überzeugt war.
Faxgerät
Doch am Abend machte sich bezahlt, dass ich in den letzten Tagen mehr als zwanzig Faxgeräte gebotslos auslaufen ließ. Wie schon in den Feiertagen zwischen Weihnachten und Silvester explodierten häufig die Preise und Höchstgebote überschritten nicht selten die Sechzig-Euro-Marke, für mich und diese nicht unbedingt notwendige Spinnerei viel zu teuer.
Warum ich heute abend also für 1,50 Euro den Zuschlag erhielt, bleibt ein Rätsel und die anfängliche Freude wich der Besorgnis, irgendetwas Wichtiges in der Artikelbeschreibung übersehen zu haben. Dort ist nur die Rede von einem “etwas hakelig[en]” Papiereinzug, der mit 90-Gramm-Blättern allerdings sauber funktionieren soll. Zwar sind die Versandkosten in Höhe von 15 Euro gepfeffert, zusammengenommen aber immer noch ein sehr niedriger Betrag für ein selten und privat genutztes, zwei Jahre altes Markengerät.
Sollte mir der Verkäufer keine Schwierigkeiten machen, kann ich bald Kündigungen und sonstige Anträge an unseren Hoster faxen, für die ich bisher regelmäßig und häufig zur Post laufe. Eine Faxnummer findet sich alsbald auf meinen Briefköpfen und hätte ich Visitenkarten, versprühten diese einen Charme von Welt.

Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, eine Firma zu gründen. Kapitalgeber und interessierte Bewerber schicken ihre Unterlagen, natürlich, per Fax.

Apple hat heute abend das erste Notebook mit einer Intel-CPU vorgestellt: Das MacBook Pro. Die für mich interessanteste Information, die Akkulaufzeit, findet sich nicht auf der Apple-Webseite und lässt ungutes ahnen, wenn von einem 60% helleren Display als bei den “alten” PowerBooks die Rede ist. Dafür ist das MacBook Pro deutlich schneller (laut der Webseite bis zu 400%), ich bin sehr gespannt auf die ersten Berichte dieser allerersten Revision der Intel-Maschinen.

Gleichzeitig hat Apple auch den ersten Intel-basierten Desktop-PC, den neuen iMac vorgestellt, der von der Ausstattung mit dem erst kürzlich überarbeiteten PowerPC-Modell identisch ist.

Softwareseitig gab es die für mich interessanten Updates von iLife und iWork. Hier wird demnächst - sobald der Apple Store Bildung erreichbar ist - eine Bestellung bei Apple fällig, da die neuen Versionen einige Handicaps der alten Programme ausmerzen sollen (iPhoto beispielsweise soll deutlich schneller sein als sein Pendant in iLife 05).
Im Laufe der nächsten Stunden soll ebenfalls das Update auf Mac OS X 10.4.4 erscheinen.
Update: Das Update ist jetzt über die Softwareaktualisierung verfügbar.

Die Gunst der Stunde nutzte auch Google: Seit heute gibt es GoogleEarth auch für Mac OS X (10.4).

Bei Instant Messengern unterscheidet man diverse Zustände, in denen man sich befinden kann.

  • available bedeutet, dass man für Gespräche zur Verfügung steht und angesprochen werden kann/will
  • away sollte man sich setzen, wenn man für die allgemeine Chatkommunikation nicht zur Verfügung steht/stehen will, weil man sich beispielsweise der Arbeit widmet
  • not available (kurz: n/a) soll deutlich machen, dass man nicht gestört werden möchte. Das gilt insbesondere für das Angesprochen-Werden.

Ich stehe ständig auf away oder n/a. Angesprochen werde ich trotzdem. Wenn ich auf die verschiedenen Zustände (es gibt derer sicher mehr, aber sie lassen sich doch grob in die oben genannten Gruppen gliedern) hinweise, kommt als Gegenargument, dass ich immer ungestört sein wolle. Das bin ich wiederum nur, weil sich kaum jemand daran hält. Und ich soo wenigstens vor den Personen Ruhe habe, die meinen Status ernst nehmen. Sonst käme ich zu gar nichts mehr.
Konsequent wäre es natürlich, einfach nicht auf eingehende Nachrichten zu antworten, wenn man als abwesend gekennzeichnet ist. Viele Messenger bieten die Funktion der Unterdrückung neuer Nachrichten in diesem Status. Eine nähere Beschäftigung damit verbietet mir allerdings mein Gewissen. Aber wenn das so weitergeht…

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