Allgemein


Nach einhundert Kilometern tut mir alles weh.

Aggressively, we all defend the role we play

Leere Worte fallen aus dem Mund, die ich nicht aufheben werde. Stumpf laufe ich durch den Tag, unfähig zu reden und zu schreiben, Belanglosigkeiten reichen ihre Hand und sagen »Willkommen zuhaus’«.
Dass ich hier nicht mehr herwollte, weißt du. Weiß ich. Und gerade das macht mir so Wut.

Ich verfluche das Weltenmodell, alles scheint mir seltsam klar. Ich schwelge, schaue den Zeigern beim Wandern zu. Es regnet.

We hope you enjoyed your stay
it’s good to have you with us
even if it’s just for the day

The Killers - Exitlude

Ich habe ihr gestern geschrieben, ich sei im Hassen besser als im Lieben.

Foto: Fotolog.com

Von:   Peryton
Betreff:   Re: Danke und…
Datum:   6. September 2007 23:18:58 MESZ
An:   Niels

mein dank zurück. die antwort wurde zur satire. du wirst sie in den nächsten tagen bei mir finden :))

gute nacht!

Niels Fallenbeck schrieb:

….nach all dem, was wir gestern redeten:
Heißt Lieben
leiden?

Sie winken, beide, eine reißt sich los, läuft mit dem fahrenden Zug, verabschiedet sich von einem Menschen, den ich von hier aus nicht sehen kann.
Mir standen schon Tränen in den Augen, als sie mir letztens zuwinkte ohne zu laufen. Jetzt weine ich.

Die Landschaft, alles wird flacher, Brücken über Abgründen, ich habe das Buch beiseite gelegt, genieße, gehe in diesem Moment konform mit Menschen, die sagen, der Weg sei das Ziel.

Ich trage Socken, die an den unmöglichsten Stellen dünn sind und dämlich aussehen. Ich zeige sie jedem, den es nicht interessiert; verteidige dieses Abteil gegen die Unangenehmen. Jene, die bereits sitzen, merken nichts von meinem Krieg oder mögen trainingsbejackte Cordhostenträger, deren Kopf eine Blase voller Gedanken ist auf dem Weg nach Hamburg, auf dem Weg nach St. Pauli und in die Schanze.
Hinten über dem Horizont haben die Wolken die Form eines Tintenfasses und eines geflügelten Hirschs.

Die Sonne, alles kommt näher, ich lege den Stift aufs Papier, genieße, gehe in diesem Moment konform mit Menschen, die Sagen, die Welt sei ein Dorf.

Bill Kaulitz

Gestern morgen mit einem Foto von Bill Kaulitz zum Friseur. Ich bin den ganzen Weg gerannt. Zum Schreien: Meine Haare sind dafür zu kurz. In sechs Wochen also dann.
Während meine Friseurin lacht, komme ich mir etwas blöd vor. Und als ich sage, ich bleibe weitere drei Jahre, meine ich die Freude in ihren Augen zu sehen.

Wir drehen unsere Köpfe in Richtung des Schaufensters mit dem Billig-Schmuck, lachen über affig bunte Ohrringe und hässliche Uhren, damit er uns nicht sieht.
Mein Name bricht durch die Luft, erschossen drehe ich mich um und falle in die Arme jener Freundin, mit der ich schon gestern Kaffee trinken wollte. Ich reiche ihrem Freund die Hand, freue mich aufrichtig ihn zu sehen und wünschen beiden einen tollen Sonntag, nicht ohne zu sagen: Wir telefonieren.
Ein weiterer Punkt.

Hallo niels.bin leider doch erst heute abend zh!meld mich dann nochmal.entschuldige,hoffentlich klappt das bald malmit uns :-)bis dann

Das hoffe ich seit so vielen Jahren…

Ich so: schule fällt aus
Sie so: warum?
Ich so: orkan?
Sie so: ach deswegen regnets von rechts nach links

Die Uni hat uns nahe gelegt, den Nachmittag zu Hause zu verbringen und folgt damit offenbar einer Empfehlung des Deutschen Wetterdienstes. Lehrveranstaltungen fallen aus, die Schüler bekommen frei und die Bundeswehr schickt ihre Soldaten angeblich ebenfalls nach Hause.
Auf der Karte des deutschen Wetterdienstes ist Marburg tiefrot - »Endlich« sagt der Sozialist von nebenan.
Und ich muss heute noch raus.

Ei! wie schmeckt der Coffee süße,
Lieblicher als tausend Küsse,
milder als Muskatenwein.

(Johann Sebastian Bach)

  • Ich kann mich noch gut an das Geschrei erinnern, als man mit dem digitalen Telefonbuch D-Info damals den Namen zu einer bestimmten Nummer herausfinden konnte. Es gab sogar, wenn ich mich recht entsinne, ein gerichtliches Verbot dieser “Invers-Suche”.
    Heute liegt meiner T-Mobile Rechnung ein Werbeprospekt bei:
    Die 11 8 33 gibt Ihnen auch Adressen von Freunden, oder findet heraus, wer hinter einer unbekannten Rufnummer auf Ihrem Display steckt (Inverssuche).
    [Fußnote: Nennung des Teilnehmers, wenn dieser der Veröffentlichung seiner Daten zugestimmt hat.]

    Fragt sich, wie diese Zustimmung aussehen soll. Eine gesonderte Frage nach der Veröffentlichung von Daten bei einer Invers-Suche habe ich nie gestellt bekommen. Ich bin froh, in keinem Telefonbuch zu stehen.

  • SpOn: Merkel hat ihre Wähler enttäuscht.
    Das die Kanzlerin in der Wählergunst gesunken ist, liegt nicht nur am propagierten Identitätsverlust ihrer Partei, sondern auch an ihrem Gesicht. Längst werden Politiker nicht mehr ausschließlich nach ihrer Leistung gewählt, das Aussehen und die Souveränität bei Auftritten spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Dies ist bestimmt auch dafür verantwortlich, dass Platzeck als SPD-Vorsitzender gescheitert ist und Kurt Beck kaum Sympathisanten als Kanzlerkandidat genießt.
    Roland Koch stellt als Ministerpräsident von Hessen lediglich jene die Regel bestätigende Ausnahme dar.
  • Die Süddeutsche Zeitung schreibt heute in ihrer Printausgabe: »Schlaue Grantler - Schlechte Laune ist ein Zeichen Intelligenz«.
    Meine Freude wich bereits im ersten Absatz.
    Freundlichkeit und Offenheit [...] seien nur bei Jüngeren ein Zeichen für einen hohen IQ. Im Allter seien es eher die Bärbeißigen [...], die sich als intelligent erweisen.

  • Das Studentenwerk der Universtität Marburg bietet den Speiseplan der Mensa als RSS-Feed an: Übersicht der RSS-Feeds

[94. Minute] Diskussion mit dem Schiedsrichter, der wohl letzte Freistoß des Spiels geht nach England. Das war’s. Vorbei. Nach der schlechten ersten Halbzeit war die zweite erträglich. Und nun gucken wir Schumi!
[92. Minute] Wechsel bei England, um Zeit zu gewinnen. Dementsprechend schnell ging das, aber es bleibt ja auch nur noch eine Minute, bis England im Viertelfinale steht.
[91. Minute] Zwei Ecken für England. In Ermangelung des Standardkickers Beckham schießt Rooney.
[87. Minute] Ecuador tunnelt die englische Abwehr, schießt dann am Tor vorbei… Beckham, der Torschütze, wird ausgewechselt. Für ihn kommt Lennon.
[84. Minute] Ich sag’s ja nicht gern, aber ich glaube dem englischen Keeper seine Verletzung nicht… Er hält sein Knie, wetten, der will nur Zeit schinden?
[83. Minute] Was geht mir den Kommentator auf den Keks. Und die Engländer erst! Schon wieder eine Karte wegen Spielverzögerung. Solche Affen!
[81. Minute] Rooney passt auf Lampard, aber der gegnerische Torhüter kann klären. Knapp war’s dennoch!
[78. Minute] Gelbe Karte für Robinson wegen Spielverzögerung. Die Engländer machen sich gerade unbeliebt!
[77. Minute] Wechsel bei England. Nicht Crouch, sondern Cole kommt für Callagher. Damit spielt Eriksson also defensiv, der alte Langweiler!
Gerecht: Torchance für Ecuador unmittelbar nach dem Wechsel.
[75. Minute] Wieder England, aber Beckham läuft am Ball vorbei. Glänzende Parade vom ecuadorianischen Keeper, der den abgefälschten Schuss Ronneys hält.
[73. Minute] Chance für England. Nach seinem zweiten gewonnenen Zweikampf (nach fünfzehn verlorenen) passt er auf Lampard, der den ball fast senkrecht in den Himmel drischt.
[72. Minute] Wechsel bei Ecuador.
[68. Minute] Wechsel bei Ecuador. Der kürzeste Spieler des Kaders…
[66. Minute] Torchance für Ecuador, Robinson pariert glänzend und verhindert so den Ausgleich. Gelbe Karte für U. de la Cruz (Ecuador).
[63. Minute] Lampard schießt am Tor vorbei, immerhin so knapp, dass man diesen Schuss als Torchance zählen kann.
[60. Minute] Freistoß Beckham. TOR! 1:0 für England! Beckham verwandelt direkt!
[59. Minute] Rooney walzt die gegnerische Abwehr platt, scheitert allerdings beim Torschuss. Crouch macht sich endlich (!) warm und hier versagt das Bloggen seinen Dienst, weil entweder die Verbindung oder der Server platt ist.
[55. Minute] Ecuador gleicht aus! Die Ecken-Statistik…
[48. Minute] Der Seitenwechsel verwirrt meine geschätzte Mitbloggerin (»Wo müssen die Engländer jetzt reinschießen?«). Der Torwart von Ecuador geschlagen, aber der für den Torschuss nötige Engländer fehlt.
[46. Minute] Weiter gehts.

Halbzeit. Die Fans pfeifen zum Abschied. Wahrscheinlich kommt Crouch nach der Halbzeit. Muss kommen.

[45. Minute] Margraves liegt am Boden, Ecke Ecuador… Der Ball geht aber ins Aus, nachdem ein englischer Abwehrspieler am Ball war. Erneute Ecke. Zwei Minuten Nachspielzeit bis zur Halbzeit, die eine langweilige Halbzeit beendet, in der keine Mannschaft durch Pfiffigkeit begeistern konnte.
[42. Minute] Da passiert erschreckend wenig. noch fünf Minuten bis zur Halbzeit war Rooney neunmal am Ball. Sieht man dieses Spiel, fragt man sich, wie England den Status eines Angstgegners der deutschen Mannschaft einnehmen konnte…
Auf England können die Deutschen nur im Finale treffen… Dazwischen steht zum jetzigen Zeitpunkt Ecuador und Argentinien. Und wenn ich ehrlich bin, macht mir Ecuador mehr Sorgen…
[36. Minute] Gelbe Karte für Ecuador. Warum weiß ich nicht mehr.
[35. Minute] Crouch macht sich warm!
[31. Minute] Freistoß für Ecuador, aber Mendez schießt den Ball auf einen englischen Körper. Und bist du nicht willig…
[23. Minute] Standardsituationen vor dem ecuadorianischen Tor. Wieder Beckham. Wieder nix. Dafür seine Frau im Bild. Wieder Eckstoß, wieder Beckham. Dafür gelb für Valencia (Ecuador).
[21. Minute] Die englische Abwehr bekleckert sich nicht mit Ruhm. Im Moment hat das Spiel etwas von American Football. Ein Schuss, anschließend erst einmal wieder Freistoß und es passiert nichts. Jetzt kickt Beckham.
[18. Minute] Gerrard knapp zwei Meter über die Latte, wirklich knapp war’s nicht.
Danach gelbe Karte für Terry und Freistoß knapp vorm Sechzehner der Briten.
[17. Minute] Prima, heute kann man WM gucken, Bloggen und Arbeiten gleichzeitg. Langweiliges Spiel, muss am fehlenden Crouch liegen.
[11. Minute] Dicke Chance für Ecuador, Lattentreffer nach schwerem Fehler vom englischen Keeper.
[9. Minute] Rooney sei »die Perle des proletarischen Fußballs« behauptet eine englische Zeitung. Ein guter Zeitpunkt, sich die Fotos anzuschauen.
[7. Minute] England spielbestimmend in einer wirklich langweiligen Partie bisher.
[1. Minute] Los gehts. Zweimal Abseits in 38 Sekunden.

Einlauf der Mannschaften (Aua). Rooney singt nicht mit!

RTL heute. Wusste gar nicht, dass die Privaten ebenfalls Rechte an der Übertragung haben… Crouch spielt leider nicht, dafür Roooooooooooooooooooney.
In der Werbung (Remember RTL?) kann man sich diese sagenhaften Fotos einer sowjetischen U-Boot-Basis anschauen.

Es bleiben viele Dinge liegen, wenn Termine wie in der letzten Woche drücken. Das Ganze wird in den nächsten 4-6 Wochen keinesfalls besser, aber vielleicht kann ich in Momenten, in denen ich auf die Wirkung des Kaffees warte, regelmäßiger ein paar Zeilen schreiben.

Todesanzeige
(via creative’s blog)

Manchmal wünsche ich mir den Winter zurück.
Der Sommer kotzt einem Birkenpollen ins Gesicht,
was es zumindest ihr nicht einfacher macht.

Natürlich ist es schöner, im Winter drinnen zu sitzen.
Warum wird es abend und nicht Winter?
Warum fallen Schatten und kein Schnee?

Manchmal wünsche ich mir meine Kindheit zurück.
Abends vorm Kamin, an dem ich als Kind nie saß.
Begleitet von heißer Schokolade mit Sahne.

Der Regen ist ein guter Kompromiss,
denn eigentlich mag ich den Sommer.

Heute also ist meine neue Seite online gegangen. Das andere Design hat ja außergewöhnlich lange gehalten, gefallen und nicht gestört. Aber es gab zu viel Inhalt, der einfach nicht mehr gepflegt wurde oder an dem ich das Interesse verlor. Und auch, zu wenig “luftig” ist sie mir geworden.
Mit der Struktur im Hintergrund war ich schon lange unglücklich, jetzt - wirklich - ist alles einfacher, besser, fröhlicher.
Viel Spaß.

Schlafloses Wälzen sowie Hals- und Kopfschmerzen fassen die letzte Nacht gut zusammen. Nun Selbstersäufnis in Tee mit Karamel-Kandis.

  • Sich Silvester (siehe nächster Punkt) einen “guten Rutsch” zu wünschen, ist gang und gäbe. Sich nachher über das “Hereinrutschen” zu informieren, ebenfalls häufig praktiziert aber völliger Unfug.
    Im Hebräischen bezeichnet “Rosh Shana” (Rosh: Kopf, Haupt; Shana: Jahr) den ersten Tag im Jahr, im Jiddischen wurde aus “Rosh” über die Jahre “Rutsch”. Aber - endlich - Ruhe für die nächsten 11,5 Monate.
  • Sil|ves|ter das; -s, - : der letzte Tag des Jahres (31. Dezember)
    , die Bezeichnung für den letzten Tag im Jahr wird, anders als der Vorname Sylvester/Silvester, ausschließlich mit i geschrieben.
    © Duden - Die deutsche Rechtschreibung, 23. Aufl. Mannheim 2004 [CD-ROM]

    Im Ernst: Sylvester sieht noch dazu scheiße aus.

Der Titel ist - hervorgekramt aus meinem Gedächtnis - eine Zeile aus einem Text Peter Janickis.

Warum sollte man einen Weblog selbst schreiben, wenn es wunderbare im Netz gibt?
Angestoßen durch Blogbar.de verwende ich nun WordPress, um meine Gedanken im Netz festzuhalten. Erkauft wird dies durch die nicht nahtlose Integration in meine Webseite.

Nun schreibe ich also wieder Tagebuch - ich blogge. Was ja ein Phänomen unserer Zeit ist, schließlich ist gerade erst ein Buch erschienen.
Ich habe auf dieser Homepage zwei Bereiche, in denen ich Texte veröffentliche: Jene auf der Startseite und eben diesen Weblog. Während die Texte auf der Startseite naturgemäß länger sind und keine Kommentarfunktion bietet, könnt ihr euch hier über den Inhalt sofort beschweren. Nutzt das.
Ich werde in gut zwei Wochen schon wieder umziehen, seit 3 Tagen habe ich auch endlich eine Wohnung. Diesmal ziehe ich in die Oberstadt und hoffe, dort eine Weile bleiben zu können. Weiterhin wohne ich mit niemandem mehr zusammen - das erste mal, seit ich im Sommer 2000 aus Frankfurt weggezogen bin. Mittlerweile habe ich gemerkt, dass ich kein WG-Mensch bin. Recht optimistisch gehe ich also in die neue Wohnung, die den Wunsch nach Zentralität in Marburg bestmöglich erfüllt.
Da ich in Zukunft öfter schreiben und euch das auf der Startseite nicht zumuten möchte (dort soll ein Niveau gehalten werden) findet ihr hier also belanglosere Texte: Man kann ja nicht immer gegen Fernsehen und Mitbewohner wettern.
Hallo hier. Mit einem Wort: We Blog!