Da steht dein Leben vor dir. Selbstverpackt, doch unverhofft. Selbstverpackt in sechzehn Kisten, zehn davon klapprige Plastikboxen, von denen eine nach Alkohol stinkt. Dahinter ein gähnendes Regal, in deinem Kopf ist lange schon Sonntag.

«Was macht das noch für einen Unterschied» hast du gedacht, als du Wichtiges in die Kisten und das Andere in den Mülleimer warfst, «wenn schon nicht zu Hause, dann richtig.» Im Kopf Lagerhausromantik, die sich einfach nicht einstellen will.

Vor etwa einem Monat ging es dir schlechter. Du kannst nicht behaupten, dass es sich schlimm anfühlt. Nur wie ein trauriges Lied auf einem Rock’n'Roll-Album, dass sich «Leben» nennt. Du siehst die melancholische Spinne an der Decke und erzählst, wie sich Leben verändern. Fast drei Jahre sind vergangen - nicht spurlos an den noch ungestrichenen Wänden - und du sagst, du hoffst, dass es ihr gut geht. Dann kommt das nächste Lied.

Ich glaube, sie hat später geweint.