Do 4 Jan 2007
Wir haben uns über Sucht unterhalten. Rauchen, Kaffee, Drogen und Dinge, die einem sonst noch einfallen, nach denen man süchtig werden kann. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich gar nicht kenne, wenn man von einer Sucht gefangen ist, das Bedürfnis zu rauchen im Nichtraucherabteil oder auf einer langen Fahrt im rauchfreien Auto.
»Dann verzichte doch mal einen Monat aufs Internet!« Ich denke, dass würde ich schaffen. Weil sich die Situation aber gerade nicht ergibt, eine einmonatige Auszeit im Studium zu nehmen, verzichte ich jetzt eine Woche auf Kaffee. Weil die anderen sagen, das wäre hart.
Sollte ich anfangen zu zittern, wüsste ich also, wie es ist.
Und ich wäre wohl süchtig, wenngleich ich immer behaupte: Nichts.
Nein, das glaube ich nicht.

Januar 5th, 2007 at 11:50
Lies den Wikipediartikel zu Kaffee, manche Menschen reden dort tatsächlich über Entzugserscheinungen. Poppelige 2 Tage Spannungskopfschmerz, das brauch man nicht nachzumachen um zu wissen wie sich das anfühlt.
Dann doch lieber keinen Kaffee trinken, weil man zu faul ist Wasser zu erhitzen ;-)
Januar 5th, 2007 at 18:33
In der letzten Lernphase hatte ich verhältnismäßig oft Kopfschmerzen, dass heißt einmal die Woche, denn eigentlich habe ich das nie.
Und damals hab ich den Kaffeekonsum runtergeschraubt, weil cih dachte, zu viel Kaffee bedinge dies. Ich mache mir um sowas eigentlich keine Gedanken. Den Kaffee trinke ich hauptsächlich, weil er warm ist.
Im Moment starte ich meine Tage mit Kakao. ;)
Januar 7th, 2007 at 17:56
[...] Der Tag ist trüb und du zu spät für die studentische Frühstückszeit, das Café leer, du suchst den Tisch hinter dem Panoramafenster und beobachtest einen Greenpeace-Aktivisten, der Unterschriften sammelt. Hinter dir schwärzt eine Kerze die vergilbte Wand, vor dir räkelt sich die Katze und genießt deine Hand auf ihrem Fell. Du trinkst Kakao und isst eines der besten Baguettes dieser Stadt, draußen regnet es seltsam vertraut. Die Begleitung erzählt von Norwegen, wo du das letzte mal vor vielen Jahren warst, da wäre der Regen schöner als hier. Und die Katze schnurrt; sie sieht nicht, wie der Aktivist resigniert, eine Tramperin mit einem Pappschild vorbeiläuft und die Familie das letzte Bierfass aus der Wohnung der Tochter im Auto verstaut, bevor sie Marburg den Rücken kehren. [...]
Januar 11th, 2007 at 09:51
[...] »Romantisch« sagt jemand und du drehst den Kopf nach rechts, schaust in den Hof und siehst Stapel von Kartons hinter einem Fenster, dass noch länger nicht geputzt wurde als das deine. »Der Kaffee fehlt« denkst du dir, was weniger mit einem Suchtsyndrom als dem Vermissen eines Rituals zu tun hat; dem obligatorischen Kaffee nach dem Mittagessen in der Caféteria der Mensa beispielsweise, oder dem viel zu dünnen Kaffee aus dem Automaten der Arbeitsgruppe, der einem in die Nase dampft, wenn man Software entwickelt. Denn besitzt hat die Arbeitsgruppe keinen Kakao und setzt auf fettarme Milch, der es somit an Geschmacksträgern mangelt. Manche sagen: »Wie der Kaffee, so die Milch.« Der Automat im Foyer macht Kakao auf Wasserbasis - zum Preis von fünfzig Cent und einem Weg quer durch das Gebäude. Und irgendwie schmeckt Kakao tatsächlich besser. [...]
Januar 11th, 2007 at 09:51
[...] »Der Kaffee fehlt« denkst du dir, was weniger mit einem Suchtsyndrom als dem Vermissen eines Rituals zu tun hat; dem obligatorischen Kaffee nach dem Mittagessen in der Caféteria der Mensa beispielsweise, oder dem viel zu dünnen Kaffee aus dem Automaten der Arbeitsgruppe, der einem in die Nase dampft, wenn man Software entwickelt. Denn besitzt hat die Arbeitsgruppe keinen Kakao und setzt auf fettarme Milch, der es somit an Geschmacksträgern mangelt. Manche sagen: »Wie der Kaffee, so die Milch.« Der Automat im Foyer macht Kakao auf Wasserbasis - zum Preis von fünfzig Cent und einem Weg quer durch das Gebäude. Und irgendwie schmeckt Kakao tatsächlich besser. [...]