Mein Kühlschrank ist eine Zeitmaschine. Nirgends laufen Lebensmittel schneller ab als bei mir und irgendwo tauchen immer wie selbstverständlich verfallene Gegenstände auf - die meisten habe ich nie vorher gesehen - direkt aus den Lagerfleischgemüsehöllen unserer Stadt.

Vor etwa zwei Tagen bestritt ich meinen Kaffeekonsum ausschließlich mit im Februar abgelaufenen Cappucino-Portionsbeutelchen; gerade verläuft eine übergroße Portion überalterten Biskins in der Pfanne.
Denn was schlecht ist, kocht man eben ab. Und ein Freund, dessen Eltern Ärzte sind, erzählt: «Sind Medikamente abgelaufen, nehme ich die doppelte Menge.»

Das Fett hält sich gut, der (Kaufgrund:) Buttergeschmack fehlt auch heute.
Und morgen dann: Eier.