Foto von - na klar - Doreen.
Oktober 2006
Di 31 Okt 2006
Sa 21 Okt 2006
«Guten Morgen» lächelt mich meine Kaffeetasse an, und ich möchte verbittert zurückätzen, doch es klappt nicht, vor ein paar Stunden wäre das kein Problem gewesen.
Vielleicht schreibe ich meinem Leben in nächster Zeit eine Rechnung, das sollte man immer zu Zeiten einer Zäsur. Und gerade dort befinde ich mich oder bin schon vorüber.
Heute lachen wir über das Knacken in der Leitung, wenn wir mit weit entfernten Freunden telefonieren.
Fr 20 Okt 2006
[0:30] «Die von Ihnen gewählte Rufnummer ist zur Zeit nicht vergeben» brüllt es mir entgegen, wenn ich meine alte Handynummer anrufe. Diese soll heute umziehen und meine neue ersetzen, die ich darum kaum publik gemacht habe.
Ich lege mich ins Bett mit der Hoffnung, dass nach dem Aufstehen alles funktioniert.
[7:55] Griff zum Telefon, aus dem mir die gleiche Stimme wie gestern entgegenschallt. Erstmal duschen.
[8.30] Wenig motiviert und schlecht gelaunt mache ich mich auf den Weg zum T-Punkt.
[9:00] Nein, da könne man gar nichts machen, immerhin ist mein Vertrag schon fünf Monate alt. Ich solle mich doch bitte an die Hotline wenden, weil die Systeme in Bonn ausgefallen sind (das tun sie immer, wenn ich zur Telekom gehe…).
[9:30] Die Hotline versichert mir, dass das alles gar kein Problem sei und der Vertragsparter bloß die Rufnummernportierung nicht weitergeleitet habe. Ich solle dem T-Punkt mal ordentlich Dampf machen, natürlich könnte ich die Nummer “retten”.
[10:00] Der T-Punkt ruft bei der gleichen Hotline an und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. Man schickt mich zu meinem Vertragspartner, dem ich auf die Füße steigen soll. «Wenn sie diesen Vertrag nicht eingescannt, manipuliert und mit einem Farblaser ausgedruckt haben…» Aha? Arschloch.
[10:15] Der Vertragspartner hat endlich geöffnet. «Hallo, hier kommt ein Problem.« Er ruft die Hotline an, muss dann aber Rücksprache mit seinem Vertriebspartner halten, bei dem der Antrag auf Rufnummernportierung angeblich verschollen sei. Ich solle doch nachher noch einmal kommen, dann würden wir weitersehen.
[13:35] «Das wird gerade überprüft, ich melde mich auf jeden Fall bei dir. Deine Nummer habe ich ja.» - «Auch die neue?» Haha, Schenkelklopfer.
[17:45] Im Moment tut sich nichts. Morgen dann. Oder nächste Woche. Prima. Es ist zum Heulen.
[kurz vor 19 Uhr] Mein Vertragspartner, der kleine Laden um die Ecke, ruft an. Sie haben den Fehler gefunden: Bei sich. Etwas erstaunt willige ich auf das Angebot ein, dass mir am Ende der kommenden Woche etwa meine Nummer zurückbringt.
Ich habe es geahnt.
Bis auf weiteres ist meine alte Nummer nicht mehr erreichbar.
Wer die neue kennt, hat Glück.
Mo 16 Okt 2006
«Ich kann nur schreiben, wenn ich leide.
Von daher ist es ganz schön blöd,
dass meine Liebe seit zwei Wochen
in voller Blüte steht.»
müsst’ ich sagen, doch es stimmt nicht,
und trotzdem geht’s mir gut.
Ich bin vielleicht etwas empfindlich
für Freundschaft und Wehmut.
Die Hände in den Taschen,
der Bahnsteig gähnend leer,
ein Treber fragt nach Kippen,
doch ich habe keine mehr.
Ich hab vergessen, wie du aussahst
vor fast genau acht Jahren.
Ich machte Abi, ab ins Auto
und dann einfach weggefahr’n.
Der Zug aus Gießen hat Verspätung,
«Nein, auch Feuer hab ich nicht.»
Die Türen gehen auf und ich seh gar nichts,
ich sehe bloß noch dich.
Zwei Stunden später um die Ecke,
schon wieder Zug verpasst,
was ein Pech! «Und noch zwei Becks!»
Der Abend hat gepasst.
So 15 Okt 2006
Am Ende ist Loch Ness nur die vornehme Umschreibung von Harnröhre
Posted by niels under FreundschaftNo Comments
Was könnte ich dir neues erzählen, das du nicht schon weißt?
Und: Was möchtest du hören, das du schon kennst?
Fr 13 Okt 2006
Ei! wie schmeckt der Coffee süße,
Lieblicher als tausend Küsse,
milder als Muskatenwein.
(Johann Sebastian Bach)
Do 12 Okt 2006
…mein Brotkasten auch.
Mi 11 Okt 2006
Mein Kühlschrank ist eine Zeitmaschine. Nirgends laufen Lebensmittel schneller ab als bei mir und irgendwo tauchen immer wie selbstverständlich verfallene Gegenstände auf - die meisten habe ich nie vorher gesehen - direkt aus den Lagerfleischgemüsehöllen unserer Stadt.
Vor etwa zwei Tagen bestritt ich meinen Kaffeekonsum ausschließlich mit im Februar abgelaufenen Cappucino-Portionsbeutelchen; gerade verläuft eine übergroße Portion überalterten Biskins in der Pfanne.
Denn was schlecht ist, kocht man eben ab. Und ein Freund, dessen Eltern Ärzte sind, erzählt: «Sind Medikamente abgelaufen, nehme ich die doppelte Menge.»
Das Fett hält sich gut, der (Kaufgrund:) Buttergeschmack fehlt auch heute.
Und morgen dann: Eier.
Mi 11 Okt 2006

Nach ein paar Überlegungen erwies sich die kurzfristig teurere Lösung als die langfristig günstigere. Und das in vielerlei Hinsicht.
Jedenfalls bin ich seit etwa zwölf Stunden dabei, Daten hin- und herzukopieren. Und eigentlich hat das bloß so lange gedauert, weil man mir viel zu spät verriet, dass ich den DMA-Modus der IDE-Platten manuell einschalten muss.
Ich weiß schon, warum ich sonst nur SCSI-Platten verwende. Und dass ich für den Rest des Monats hungern muss.
Mo 9 Okt 2006

So sieht es aus, wenn man plötzlich und zeitnah mindestens 70 Euro zum Computerhändler seines Vertrauens tragen muss (und froh ist, die Investition in den Raid-Controller vor mehreren Monaten getätigt zu haben).
Eine Festplatte im Raid-1-Verbund auf meinem Server ist kaputt, was mich vor die Entscheidung stellt, in eine Ersatzplatte zu investieren oder gleich zwei neue Festplatten zu kaufen und die Speicherkapazität des Arrays deutlich aufzustocken.
Aber sonst war der Tag toll.
Fr 6 Okt 2006
- Guido Westerwelle auf der Buchmesse, von dem mir nur sein Personenschutz in Erinnerung bleib, weil er selbst so schnell vorbeilief.
- Wolfgang Clement auf der Buchmesse, in einer Diskussionsrunde. Niemand kann so gelangweilt schauen wie er. Um was es ging, war in fünf Minuten nicht rauszukriegen.
- Helmut Markwort auf der Buchmesse, am Focus-Stand auf einer Sitzgruppe lümmelnd, umringt von Kameras. Schnell weiter.
- Wolf von Lojewski auf der Buchmesse, am Stand der Süddeutschen Zeitung. Ich hatte eine gute halbe Stunde Zeit, dem Gespräch «Autoren treffen Journalisten» zu lauschen. War interessant.
- Katharina Borchert auf der Buchmesse, glaube ich. Weder kenne ich sie persönlich noch sonderlich viele Fotos von ihr, aber die Person am Kaffeestand in Halle 4.1 könnte sie durchaus gewesen sein. Wäre dann kleiner als ich dachte.
- Yala Pierenkemper auf der Buchmesse, die zufällige Begegnung, über die ich mich mit Abstand am meisten gefreut habe. Sieht ihrer Mutter gar nicht ähnlich, ist aber trotzdem nett (die Mutter). Note to self: Nächstes mal mehr Komplimente in der Halle, nicht nachgeschoben per ICQ.
Mi 4 Okt 2006
Man merkt, dass man zu müde ist, wenn man versucht, den Schuhspanner anzuziehen.
Man merkts, wenn man also versucht, den Schuh anzuziehen.
Gewöhnlich, wenn man noch einen Termin hat.
Das ist dann ein denkbar schlechter Zeitpunkt.

