»1,99 €« stand da und es schien - weil das Preisschild auf einem Karton klebte, der irgendwo »Bio« stehen hatte - ein Angebot, welches ich, weil ich ausnahmsweise mehr als die obligatorischen fünf Euro einstecken hatte, annehmen wollte.

Heute steht noch immer die Hälfte des Gerichts im Kühlschrank, seit ein paar Tagen mittlerweile und die zweite Portion Soße liegt unangetastet im Schrank. Das ist also Pesto, ein widerlich nach Fleischwurst schmeckender Brei, der an gemahlenen Broccoli oder Kaviar erinnert. Zusammen abgepackt mit ein paar hundert Gramm Spaghetti, dem unbeliebtesten Produkt der gemeinen Teigwarenproduktion.
Früher, bekomme ich noch heute erzählt, schnitt meine Uroma lange Nudeln stets mit der Küchenschere vor, ich habe die wohl schon immer gehasst.
Spaghetti sind so… (langweilig wäre das falsche Wort).

Dass die gleiche Uroma mich beim Mensch-ärgere-dich-nicht nie schlug, ist eine andere Geschichte.