Sa 24 Jun 2006
Hartnäckig halten sich manche »urban legends«, unter anderem die der Spinne in der Yucca-Palme. Eine weitere Spinnerei im wahrsten Wortsinne ist die Statistik, nach der man im Schlaf jährlich etliche Spinnen verschluckt, als arachnophobisch veranlagter Mensch braucht man also nicht wirklich Angst vor Spinnen in Alltagssituationen zu haben, möchte man meinen.
Wenn dann die Kaffeekanne aufdreht wird, um sie auszuspülen vom letzten mal und man sich diesmal vornimmt, beim Abmessen des Pulvers aufmerksamer zu sein und damit um den höllisch seltsamen Geschmack des Vortagskaffees zu kommen, wenn man also in die Kanne schaut, um die Reste in den Ausguss zu schütten, und man am Rand eine große tote Spinne halb im Kaffee schwimmen, halb am Rand kleben sieht und man sicher ist, dass die Spinne bereits vor dem Kaffee in der Kanne gewesen sein muss, weicht das vielleicht angebrachte Mitleid dem Ekel und die Erinnerung an den Geschmack der Befürchtung, dass der nicht unbedingt am Pulver gelegen haben muss.
Coffee anyone?
Juni 24th, 2006 at 14:55
Vielleicht beruhigt es dich: Spinnen enthalten viel Eiweiß. :-)
Juni 30th, 2006 at 13:10
[...] Aber jetzt frage ich: Wie, verdammt nochmal, kommen Spinnen in die Kaffekanne?! Dafür wissen weder die ZEIT noch ich eine Lösung. Vermutlich ist auch sie nur hineingefallen aus Neugier und Hunger - oder eher Durst - und jemand anderes hat den Deckel zugeschraubt und anschließend ist sie mit Kaffee verbrüht worden. Dieses Bild geht mir nicht mehr aus dem Kopf: Eine offene Kaffeekanne, oben am Schraubverschluss eine nasse, tote Spinne mit ewig langen Beinen. Eine dieser Spinnen, die wir früher Opa Langbein nannten, der sogenannte Weberknecht. Wobei diese Weberknechte in meinen Augen ja noch die angenehmsten Spinnen sind. Also rein optisch gesehen. Mein Bett möchte ich aber auch nicht mit Weberknechten teilen! [...]