Juni 2006
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Fr 30 Jun 2006
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BÖRLINN! WIR FAHREN NACH BÖRLINN!
Leider können die Argentinier nicht verlieren. Bierhoff und Heinze prügeln sich beinahe… Merkel tanzt auf der Tribüne wie ein Wackeldackel und wir machen uns los und hoffen, dass die Straßen nicht allzu verstopft sind.
Und dann der Skandal: Merkel herzt Beckenbauer!
4:2 Cambiasso auf Lehmann. Lehmann, der Elfmeter-Killer.
4:2 Borowski verwandelt.
3:2 Rodriguez. Ins Tor.
3:1 Podolski. Trifft.
2:1 Ayalas. Oder so. Lehmann hält!!!
2:1 Ballack. Trifft.
1:1 Cruz verwandelt.
1:0 Neuville verwandelt.
»Es gibt Verlängerung, Deutschland gegen Argentinien«.
Wir bereiten uns mal lieber auf ein Elfmeterschießen vor. Das Unentschieden ist gerecht, leider reicht dieses nicht zum Weiterkommen. Und leider entscheidet jetzt so etwas wie das Glück über das Weiterkommen einer Mannschaft und das Ausscheiden der anderen.
(120.) Die letzte Minute läuft. Keine der beiden Mannschaften hat je ein Elfmeterschießen in einer WM verloren.
(118.) Ein Konter jagt den nächsten. Ballack ist wieder auf dem Feld, leicht humpelnd. »Ballack geht auf dem Zahnfleisch«. Hat er wohl Gaumenkrämpfe.
(116.) Golloccinis Bälle landen immer näher an den Latten des deutschen Tores. Wenn der sich mal nicht einschießt. Im Konter prüft Odonkor Fraco.
Der deutsche Kapitän mit Wadenkrämpfen außerhalb des Spielfeldes.
(114.)
Gelbe Karte für Friedrich.
(112.) Tschööörmenie! Mensch, schieß doch!
(111.) Schon wieder Ecke für Argentinien. Kein schönes Bild für Fans der Deutschen.
(110.) In noch einer Statistik führen die Argentinier: 31:20 Fouls.
(108.) Ecke für Argentinien. Die deutschen stehen hinten, noch keine tolle Chancen für die Mannschaft. Und sie kommen nicht raus….
(106.) Anstoß der zweiten Halbzeit. Argentinien prüft Lehmann. Kein Problem.
(105.) Chance für Argentinien, die erste in der ersten Halbzeit der Verlängerung, die jetzt zu Ende ist.
(104.) Die Qualität der Argentinier beschränkt sich in der Verlängerung auf das frühe Stören von Ballannahmen der deutschen Mannschaft. Aber das - zugegeben - bekommen sie gut hin.
(101.) Konter der Deutschen, kommt leider nicht durch. Jetzt macht das Spiel Spaß. Juchhu. Und mein Termin guckt sicher auch Fußball.
Ecke Deutschland.
(99.) Freistoß Deutschland, Kleinkrieg im argentinischen Strafraum, der Mann der ARD nennt das »argentinische Abwehrarbeit«.
(96.) Odonkor zaubert, Argentinien spielt jetzt sehr zurückgezogen. Nachdem der Reporter das fünfzehn mal sagt, gehe ich langsam mit ihm konform.
(95.)
Gelbe Karte für Cruz (Argentinien). Ich wollte gerade die Kartenlosigkeit des Spiels loben, doch dies ist bereits dir dritte gelbe Karte innerhalb von 10 Minuten.
(94.) Ein Argentinier mit blutender Nase wird aufgefordert, den Platz zur Behandlung zu verlassen. Die deutsche Abwehr muss aufpassen, dass sie sich selbst keine blutige Nase holt. Mir wäre ein Tor der Deutschen in der 94. Minute lieber gewesen als diese Verlängerung.
Ich wäre an Kliensmanns Stelle (er schüttelt wenig später den Kopf in die Kamera) nicht zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Richtig gut waren sie diesmal nur in der Zeit des Rückstands… War es früher nicht so, dass die Spielqualität der Deutschen mit der Spielqualität des Gegners wuchs?
(94.)
Odonkor sieht gelb. Wohl der letzte Freistoß der regulären Spielzeit - für Argentinien. Verlängerung!
(93.) Das Spiel der deutschen Mannschaft jetzt erinnert an das Spiel der deutschen Mannschaft vor dem Ausgleich, was zum Ausgleich führte. Oh oh!
(92.) Ecke Argentinien. Der Schütze von eben ist nicht mehr dabei…
(90.) Vier Minuten Nachspielzeit.
(89.) Lehmann pariert super, Argentinier steht im Abseits. Da muss sie die deutsche Abwehr in der Verlängerung was einfallen lassen.
Beckenbauer, Frau und Köhler lächeln jetzt wieder (trotz der Preise!).
(88.)
Schwalbe eines Argentiniers im deutschen Strafraum, gelbe Karte.
(85.)
Deutschland wechselt den Torschützen aus, Neuville kommt.
Das Problem der Argentinier ist deren lethargisches Zeitspiel seit dem Führungstor. Sie müssen jetzt aufwachen, die letzte halbe Stunde war Deutschland der Spielmacher. Es sieht aber so aus, als dass auch diese Mannschaft noch fit ist.
(80.)
Toooooooooooooor! Der Ausgleich! Klose!!!!!!!!!!!!!!!!!! 1:1
Nur noch ein Tor…. Ich erinnere an die Einschätzung von Uwe Seeler.
(79.) Chance für Klose, der nicht zum Schuss kommt. Leider ragt heute kein Spieler der Nationalmannschaft besonders heraus.
(78.)
Cruz kommt für Crespo. Der Schiedsrichter mahnt zur Eile.
(77.)
Abwehrfehler Friedrich, wieder knapp. So gut die deutsche Mannschaft im Sturm mittlerweile ist, desto nachlässiger handelt die Abwehr.
Deutschland wechselt aus, Borowski kommt, Schweinsteger geht.
(75.) Der Schiedsrichter lässt die Sanitäter nicht aufs Feld zum verletzten Argentinier und nach Faul an einem Deutschen Freistoß 20 Meter vorm Tor.
Der verletzte Argentinier spielt lange wieder mit, der olle, zeitspielende Poser.
(73.) Fehler von Lahm. Argentinien haut nach Lehmanns Parade ans Außennetz. Lahm?
(72.)
Noch ein Wechsel bei Argentinien, Cambiasso kommt, Riquelme geht.
(69.)
Der argentinische Torwart signalisiert, dass er nicht mehr kann. Er wurde eben beim Strafraumgetümmel verletzt. Das heißt, beim jetzigen Freistoß Deutschlands steht ein nicht aufgewärmter, argentinischer Ersatz-Torhüter im Kasten. Franco kommt. Schweinsteiger schießt drüber.
(67.) Ecke Deutschland. Wenigstens eine Statistik, in der die heimische Mannschaft führt.
(66.) Beckenbauer, der Griesgram, seine Frau und unser Bundespräsident sehen unglücklich auf. Wäre ich bei solchen FIFA-Kartenpreisen allerdings auch.
(64.) Warum nicht gleich so? Gefahr im argentinischen Strafraum, Ecke Deutschland. Der argentinische Torwart mit einem erneuten Fehler, Ballack kann aber nicht verwandeln.
(62.)
Kommt Odonkor? Co-Trainer Löw jetzt häufig im Bild, macht einen auf Roy-Black-Double. Die Deutschen nun oft vorm Tor der Argentinier, und tatsächlich: Odonkor kommt für Schneider.
(60.)
Gelbe Karte für Argentinien, Freistoß am gegnerischen Sechzehn-Meter-Raum.
(57.) Nachdem das Spiel bisher kein Tolles war - der Rückstand ist berechtigt - keimt jetzt Hoffnung auf. Da geht noch einiges.
(54.) Freistoß Deutschland, Konter von Argentinien, jetzt kommt entdlich Dynamik ins Spiel. Hoffen wir, dass dieses Tpr karthetisch wirkt.
(49.)
Ecke für Argentinien. Tor für Argentinien. 1:0. Ziemlich blöd: Jetzt muss Deutschland in seinem Drittel (also in knapp dreizehn Minuten reiner Spielzeit) noch zwei Tore schießen, damit ich pünktlich zum Termin komme.
Draußen wummert der Bass wieder los.
(46.)
Gelbe Karte für Sorin (Argentinien). Der Kapität fehlt - wenn Argentinien weiterkommt - im nächsten Spiel.
(46.) Keine Veränderung in den Mannschaften, leider auch nicht in der Sprecherkabine. Auf in die zweite Halbzeit.
Ich will ja nicht drängeln, aber ich habe heute Abend noch einen Termin… wäre schön, wenn die Deutschen es in ihrem Drittel der Zeit zu einem Tor bringen würden.
(44.) Merkel im Bild, guckt auf die Uhr. Das triffts. Uns fehlt nicht nur Beckham, uns fehlt auch seine Frau.
(39.) »Ein Spiel mit einer großen inneren Spannung.« Wo?
(37.) Argentinien befindet sich zu 67% im Ballbesitz. Das sind zwei Drittel. Diese Anspannung, diese Nervosität!
(28.) Podolski wird nach einem Foul ermaht… einer weiteren gelben folgt eine rote Karte, wir sollten dem Schiedrichter danken…
(27.) Eine Parade Orangehemden läuft am Spielfeldrand auf und ab. Ordner?
(25.) Wenn ich nichts schreibe, passiert nichts. Im Gegensatz zum Reporter, der auch in langweiligen Phasen den Schnabel nicht halten kann. »Diese Anspannung, diese Nervosität«.
(19.) Ecke für Argentinien. Der Ball nimmt exakt die gleiche Flugbahn wie der erste Eckball… Übrigens hält Campino heute zu Argentinien, aber nach dem letzten Album seiner Band hat er sich’s ja spätestens mit einigen Stammhörern verscherzt.
(17.) Chance für Ballack nach einem Konter der deutschen Mannschaft. Der Kommentator vermutet, dass Ballack endlich sein erstes WM-Tor will. Na sowas!
(15.) Der botanische Garten ist trotz des Wetters leer, der Soundcheck beendet oder unterbrochen und vorhin fiel mir ein Hinweisschild eines Geschäfts auf, das auf den vorgezogenen Ladenschluss heute bekannt gibt… Der Kommentator bemerkt zum zehnten Mal eine »irre Spannung über dem Spiel« und nervt.
Im Bild der »Stille Stratege mit dem traurigen Blick«, seines Zeichens Trainer der argentinischen Mannschaft.
(9.) Ecke für Argentinien, Tohuwabohu im deutschen Strafraum, danach eklatanter Fehlpass und schließlich Freistoß für die anderen… in die Arme von Lehmann.
(7.) Von der im Vorfeld aufblitzenden Souveränität ist auf dem Feld nicht mehr viel zu spüren. Freistoß Deutschland. Jetzt fehlt uns ein Beckham… Der argentinische Torwart konnte den Ball nicht festhalten. Trotzdem keine Gefahr.
(3.)
Gelbe Karte für Podolski.
(2.) Dikussionen in der Abwehrmauer, Argentinien hat Freistoß, 35 Meter vor dem Tor der deutschen Mannschaft.
(1.) Draußen wummert der Bass vom Soundcheck für das Uni-Sommmerfest heute abend, und jetzt erfolgt der Anstoß in Berlin.
(0.) Michael Ballack hält vor dem Absingen der deutschen Nationalhymne eine Rede gegen Rassismus, die der Stadionsprecher vorher auf Englisch verliest. Ihm folgend verliest auch der argentinische Mannschaftskapitän den Text. Ein schöner Zug.

(via Sixtus.net)
Eben musste ich mir doch tatsächlich anhören, ich sei schon komisch, weil ich bisher kein Spiel der deutschen Nationalmannschaft von dieser WM gesehen habe. Die beiden gebloggten Spiele waren neben der Kartenparade zwischen Portugal und den Niederlanden tatsächlich die einzig gesehenen Partien.
Das (hoffentlich hochkarätige) Spiel heute lasse ich mir also nicht entgehen, die Highlights finden sich ab etwa 17 Uhr hier im Blog, der Spielausgang wird von Beckenbauer auf 2:0 für Deutschland getippt, Uwe Seeler tippte vorhin auf ein 2:1 nach Toren von Podolski und Klose.
Und gerade singt Xavier Naidoo, »der geprügelte Kater« (Zitat Andi).
Mi 28 Jun 2006
Posted by niels under
Lifestyle[9] Comments
»1,99 €« stand da und es schien - weil das Preisschild auf einem Karton klebte, der irgendwo »Bio« stehen hatte - ein Angebot, welches ich, weil ich ausnahmsweise mehr als die obligatorischen fünf Euro einstecken hatte, annehmen wollte.
Heute steht noch immer die Hälfte des Gerichts im Kühlschrank, seit ein paar Tagen mittlerweile und die zweite Portion Soße liegt unangetastet im Schrank. Das ist also Pesto, ein widerlich nach Fleischwurst schmeckender Brei, der an gemahlenen Broccoli oder Kaviar erinnert. Zusammen abgepackt mit ein paar hundert Gramm Spaghetti, dem unbeliebtesten Produkt der gemeinen Teigwarenproduktion.
Früher, bekomme ich noch heute erzählt, schnitt meine Uroma lange Nudeln stets mit der Küchenschere vor, ich habe die wohl schon immer gehasst.
Spaghetti sind so… (langweilig wäre das falsche Wort).
Dass die gleiche Uroma mich beim Mensch-ärgere-dich-nicht nie schlug, ist eine andere Geschichte.
Di 27 Jun 2006
Posted by niels under
CatsNo Comments
Warum ich aufwachte, weiß ich nicht mehr.
Das Bett neben mir ist leer und auch der Stuhl, über den ich abends immer die Wolldecke schlage. Blinzelnd erkenne ich ein Licht am Querbalken vor dem Bad und suche nach Menschen mit dem Laserpointer, der gegenüber sitzen und sich einen Spaß mit mir erlauben muss. Dann sehe ich die Katze, die das unruhig wabernde Licht anblinzelt und nervös mit dem Schwanz gegen das Bett schlägt.
Ich brauche etwa zwei Minuten, bis mir aufgeht, was Leo dort ausgemacht und mich aufgeweckt hat. Das erste Glühwürmchen des Jahres findet sich in meiner Wohnung. Draußen brüllen die Besoffenen und gegenüber fliegen zwei Fledermäuse.
Es ist kurz nach zwei.
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen
ist derselbe wie zwischen dem Blitz und dem Glühwürmchen.
(Mark Twain)
Mo 26 Jun 2006
Posted by niels under
UniNo Comments
»Geisteswissenschaften studiert man zu Hause am Schreibtisch« sagte eine Freundin sinngemäß, und manchmal mag ich diese und dieses Arbeiten zu Hause. In den Seminaren des Semesters lasse ich mich schon lange nicht mehr blicken; Zum Einen, weil dieser Zweig meines Studiums in drei Wochen beendet ist, zum Anderen, weil die Freundin mit dem obigen Satz Recht hatte.
Als ich die Prüfung vor einem Monat terminierte, habe ich nicht an die WM gedacht. Ich weiß noch immer morgens nicht, wer abends spielt und verfolge meine Nachbarn beim Feiern der Spiele meist durch das geöffnete Fenster (erst zweieinhalb Spiele habe ich mittlerweile am Fernseher verfolgt) und gerade beim Spielen auf der Konsole. Einer meiner Nachbarn scheint gut zu sein, der andere nennt ihn ständig »Spasti«.
Während über mir gespielt wird und Habermas und Hickethier auf mich warten, lese ich die jetzt.de-Seite der Süddeutschen Zeitung und die grandiose Beilage der Zeit von letztem Donnerstag. Es geht um Jugend in Ost und West, es geht um Abschied und es geht um die Freunde und was aus ihnen geworden ist.
So 25 Jun 2006
Posted by niels under
Allgemein[3] Comments
[94. Minute] Diskussion mit dem Schiedsrichter, der wohl letzte Freistoß des Spiels geht nach England. Das war’s. Vorbei. Nach der schlechten ersten Halbzeit war die zweite erträglich. Und nun gucken wir Schumi!
[92. Minute]
Wechsel bei England, um Zeit zu gewinnen. Dementsprechend schnell ging das, aber es bleibt ja auch nur noch eine Minute, bis England im Viertelfinale steht.
[91. Minute] Zwei Ecken für England. In Ermangelung des Standardkickers Beckham schießt Rooney.
[87. Minute]
Ecuador tunnelt die englische Abwehr, schießt dann am Tor vorbei… Beckham, der Torschütze, wird ausgewechselt. Für ihn kommt Lennon.
[84. Minute] Ich sag’s ja nicht gern, aber ich glaube dem englischen Keeper seine Verletzung nicht… Er hält sein Knie, wetten, der will nur Zeit schinden?
[83. Minute]
Was geht mir den Kommentator auf den Keks. Und die Engländer erst! Schon wieder eine Karte wegen Spielverzögerung. Solche Affen!
[81. Minute] Rooney passt auf Lampard, aber der gegnerische Torhüter kann klären. Knapp war’s dennoch!
[78. Minute]
Gelbe Karte für Robinson wegen Spielverzögerung. Die Engländer machen sich gerade unbeliebt!
[77. Minute]
Wechsel bei England. Nicht Crouch, sondern Cole kommt für Callagher. Damit spielt Eriksson also defensiv, der alte Langweiler!
Gerecht: Torchance für Ecuador unmittelbar nach dem Wechsel.
[75. Minute] Wieder England, aber Beckham läuft am Ball vorbei. Glänzende Parade vom ecuadorianischen Keeper, der den abgefälschten Schuss Ronneys hält.
[73. Minute] Chance für England. Nach seinem zweiten gewonnenen Zweikampf (nach fünfzehn verlorenen) passt er auf Lampard, der den ball fast senkrecht in den Himmel drischt.
[72. Minute]
Wechsel bei Ecuador.
[68. Minute]
Wechsel bei Ecuador. Der kürzeste Spieler des Kaders…
[66. Minute]
Torchance für Ecuador, Robinson pariert glänzend und verhindert so den Ausgleich. Gelbe Karte für U. de la Cruz (Ecuador).
[63. Minute] Lampard schießt am Tor vorbei, immerhin so knapp, dass man diesen Schuss als Torchance zählen kann.
[60. Minute]
Freistoß Beckham. TOR! 1:0 für England! Beckham verwandelt direkt!
[59. Minute] Rooney walzt die gegnerische Abwehr platt, scheitert allerdings beim Torschuss. Crouch macht sich endlich (!) warm und hier versagt das Bloggen seinen Dienst, weil entweder die Verbindung oder der Server platt ist.
[55. Minute] Ecuador gleicht aus! Die Ecken-Statistik…
[48. Minute] Der Seitenwechsel verwirrt meine geschätzte Mitbloggerin (»Wo müssen die Engländer jetzt reinschießen?«). Der Torwart von Ecuador geschlagen, aber der für den Torschuss nötige Engländer fehlt.
[46. Minute] Weiter gehts.
Halbzeit. Die Fans pfeifen zum Abschied. Wahrscheinlich kommt Crouch nach der Halbzeit. Muss kommen.
[45. Minute] Margraves liegt am Boden, Ecke Ecuador… Der Ball geht aber ins Aus, nachdem ein englischer Abwehrspieler am Ball war. Erneute Ecke. Zwei Minuten Nachspielzeit bis zur Halbzeit, die eine langweilige Halbzeit beendet, in der keine Mannschaft durch Pfiffigkeit begeistern konnte.
[42. Minute] Da passiert erschreckend wenig. noch fünf Minuten bis zur Halbzeit war Rooney neunmal am Ball. Sieht man dieses Spiel, fragt man sich, wie England den Status eines Angstgegners der deutschen Mannschaft einnehmen konnte…
Auf England können die Deutschen nur im Finale treffen… Dazwischen steht zum jetzigen Zeitpunkt Ecuador und Argentinien. Und wenn ich ehrlich bin, macht mir Ecuador mehr Sorgen…
[36. Minute]
Gelbe Karte für Ecuador. Warum weiß ich nicht mehr.
[35. Minute] Crouch macht sich warm!
[31. Minute] Freistoß für Ecuador, aber Mendez schießt den Ball auf einen englischen Körper. Und bist du nicht willig…
[23. Minute]
Standardsituationen vor dem ecuadorianischen Tor. Wieder Beckham. Wieder nix. Dafür seine Frau im Bild. Wieder Eckstoß, wieder Beckham. Dafür gelb für Valencia (Ecuador).
[21. Minute] Die englische Abwehr bekleckert sich nicht mit Ruhm. Im Moment hat das Spiel etwas von American Football. Ein Schuss, anschließend erst einmal wieder Freistoß und es passiert nichts. Jetzt kickt Beckham.
[18. Minute]
Gerrard knapp zwei Meter über die Latte, wirklich knapp war’s nicht.
Danach gelbe Karte für Terry und Freistoß knapp vorm Sechzehner der Briten.
[17. Minute] Prima, heute kann man WM gucken, Bloggen und Arbeiten gleichzeitg. Langweiliges Spiel, muss am fehlenden Crouch liegen.
[11. Minute] Dicke Chance für Ecuador, Lattentreffer nach schwerem Fehler vom englischen Keeper.
[9. Minute] Rooney sei »die Perle des proletarischen Fußballs« behauptet eine englische Zeitung. Ein guter Zeitpunkt, sich die Fotos anzuschauen.
[7. Minute] England spielbestimmend in einer wirklich langweiligen Partie bisher.
[1. Minute] Los gehts. Zweimal Abseits in 38 Sekunden.
Einlauf der Mannschaften (Aua). Rooney singt nicht mit!
RTL heute. Wusste gar nicht, dass die Privaten ebenfalls Rechte an der Übertragung haben… Crouch spielt leider nicht, dafür Roooooooooooooooooooney.
In der Werbung (Remember RTL?) kann man sich diese sagenhaften Fotos einer sowjetischen U-Boot-Basis anschauen.
So 25 Jun 2006
Posted by niels under
MediaNo Comments
Heute live zu sehen hier.
Nachher eventuell Live-Blog des Spiels England gegen den Verlierer.
Sa 24 Jun 2006
Posted by niels under
Lifestyle[2] Comments
Hartnäckig halten sich manche »urban legends«, unter anderem die der Spinne in der Yucca-Palme. Eine weitere Spinnerei im wahrsten Wortsinne ist die Statistik, nach der man im Schlaf jährlich etliche Spinnen verschluckt, als arachnophobisch veranlagter Mensch braucht man also nicht wirklich Angst vor Spinnen in Alltagssituationen zu haben, möchte man meinen.
Wenn dann die Kaffeekanne aufdreht wird, um sie auszuspülen vom letzten mal und man sich diesmal vornimmt, beim Abmessen des Pulvers aufmerksamer zu sein und damit um den höllisch seltsamen Geschmack des Vortagskaffees zu kommen, wenn man also in die Kanne schaut, um die Reste in den Ausguss zu schütten, und man am Rand eine große tote Spinne halb im Kaffee schwimmen, halb am Rand kleben sieht und man sicher ist, dass die Spinne bereits vor dem Kaffee in der Kanne gewesen sein muss, weicht das vielleicht angebrachte Mitleid dem Ekel und die Erinnerung an den Geschmack der Befürchtung, dass der nicht unbedingt am Pulver gelegen haben muss.
Coffee anyone?
Fr 23 Jun 2006
Posted by niels under
Literatur ,
MediaNo Comments
Als wir heute morgen auf die Lahnberge fuhren, versuchte mich der Freund mit dem Vorwurf, Blogs würden lediglich aus Gründen der Selbstprofilierung und -präsentation geschrieben, zu einer angeregten Diskussion hinzureißen.
Private Blogs dienen selbstverständlich zu einem gewissen Maße der Selbstdarstellung, wie allerdings auch ein Gang in die lokale Einkaufsstraße oder ein Besuch beim Friseur. Für diese Blogs wird oftmals der Grund der Zuhörerschaft durch die Leser bei Problemen ausgekramt und es mag sein, dass sie manchem den Psychiater ersetzen. Sie gehen für viele einher mit dem Beigeschmack des »fishing for compliments« und manchem geht es nach einer Portion Mitleid tatsächlich besser.
Weiterhin gibt es Weblogs wie jene eines bekannten A-List-Bloggers, die allein für die Leserschaft schreiben. Auch meines sollte dieser Kategorie zugeordnet werden. Sie dienen nicht weniger der Selbstdarstellung und ich freue mich über jeden Kommentar und jede Spitze in der Grafik der Besucherzahlen. Das absolut Faszinierende ist allerdings das Netzwerk, das sie dahinter aufspannen und die Erreichbarkeit von Ressourcen, die vor wenigen Jahren noch verborgen geblieben wären: Heute erreichte mich ein Kommentar von einem SXF zum Eintrag Als wir träumten.
In meiner Diplomprüfung im Nebenfach Medienwissenschaften lasse ich mich auch über den Bereich »Kommunikation in den neuen Medien« prüfen. Die Dozentin brachte im Vorgespräch die Blogosphäre ins Gespräch und wunderte sich, was deren Reiz ausmachen würde und deren Präsenz im Kommunikationsdiskurs. Auf diese Frage und ihren Satz »vielleicht bin ich einfach zu alt« konnte ich spontan nichts erwidern.
Heute wüsste ich eine Antwort.
Mi 21 Jun 2006
Posted by niels under
MediaNo Comments
Nachdem ich das Bild jetzt schon über meine andere Webseite im Internet verteile, kann ich es auch in mein Blog stellen, immerhin ist es das aktuellste von mir aufgenommene Foto und gefällt mir recht gut. Wie immer habe ich Probleme mit dem Hintergrund…

Mo 19 Jun 2006
Posted by niels under
LifestyleNo Comments
Sonne ist so eine Sache. Klar bin ich froh, dass der Juni endlich das bringt, was man von ihm erwartet, sonst hätte ich gestern nicht den Nachmittag lesend im alten botanischen Garten verbracht. Aber das ist die Crux der Geschichte.
Seit heute morgen habe ich Probleme mit dem Duschen. Zum Einen, weil ich das Wasser nicht mehr zur gewohnten Temperatur aufheizen kann, zum Anderen, weil meine Dusche das bestenfalls lauwarme Temperaturniveau nicht konstant hält, sondern das Wasser - üblicherweise unmerklich - unter gewissen Temperaturschwankungen leidet. Üblicherweise. Die überhöhte Reizung der Haut geht mit einer tomatigen Farbe einher, ich habe es gestern wohl übertrieben. Und weil ich so schlau war, mich regelmäßig wie ein Hähnchen am Spieß zu drehen, … Wenigstens bin ich gleichmäßig rot.
Der Sonnenbrand am Knie letztens, an der Lahn, das ist eine andere Geschichte.
Do 15 Jun 2006
Der AStA Marburg versendet Spam, getarnt als Protestmail gegen Studiengebühren. Unter http://www.freie-bildung-ueberall.de/ wurde ein PHP-Script installiert, welches ein vorgefertigtes Schriftstück »an alle hessischen Landtagsabgeordneten der CDU und FDP mit einem Mausklick verschick[t]«.
Nach Eigenauskunft beteiligten sich 1302 Personen in vier Tagen, das entspricht 67756 Mails insgesamt oder 1302 Mails pro Abgeordnetem, also knapp 326 eMails pro Abgeordnetem am Tag. Ein Herr Mölller von der hessischen CDU hat reagiert und Mail-Weiterleitungen auf einige ihm bekannte Adressen der Protestbewegung gesetzt. Zwar stimme ich mit Möllers Einstellung pro Studiengebühren in keinster Weise überein, bin jedoch bei der Weiterleitungsgeschichte auf seiner Seite. Weitere Hintergründe bei heise.de und dem Protestblogger.
Der AStA Marburg, attac Marburg und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren haben sich hier wieder mit blindem Aktionismus gepaart mit »Ich kann PHP!« hervorgetan und agieren ähnlich intelligent wie die »Alles für alle und zwar umsonst« blökenden Vollpfosten auf den absolut notwendigen Demonstrationen gegen Studiengebühren.
Herr Reinhard aus dem Impressum weiß schon, warum er keine eMailadresse angegeben hat.
Der Mann auf der Straße macht sich keine Vorstellung, in welchem Maße gerade die Universität ein Hort der Dummheit ist.
(Siegfried Streufert, amerik. Intelligenzforscher)
edit: Gerade ist der Mailomat vom Netz gegangen.
Do 15 Jun 2006
[94. Minute] Abpfiff, Schluss! Leider auch für Trinidad und Tobago, die bereits jetzt ausgeschieden sind. England gewinnt zwar verdient aber keinesfalls glücklich, hat sich damit für das Achtelfinale qualifiziert, in dem sie rechnerisch auf Deutschland treffen könnten.
Und im Gegensatz zu diesem Spiel kann ich Deutschland ein »Schönes Tor!« zurufen. Bei diesem Spiel muss ich dann erst in den letzten zehn Minuten einschalten. Und jetzt ab.
[93. Minute] TOOOOOOOOOOOOOOR! 2:1. Nein, Abseits. Schade, ich hätte es ihnen gegönnt.
[91. Minute] Lampard auf Rooney, irgendwann ist der Ball bei Gerrard: TOOOOOOOOOR! 2:0 durch Gerrard. Hislop chancenlos, anschließend traurig.
[88. Minute] »Football’s coming home« von der englischen Tribüne, auf der 20000 englische Fans gegen viertausend tobagische ansingen.
[83. Minute] TOOOOOOOR! Crouch köpft nach Flanke von Beckham ein zum 1:0 für England
[82. Minute] Ecke für England, Trinidad und Tobago seit 170 Minuten ohne Gegentor (in dieser WM). Wer hat eigentlich die Ecke geschossen? Bestimmt Eckham.
[79. Minute] Lampard Cole direkt vorm Tor, Hislop klärt, einer seiner Fußballschuhe landet an Coles Kopf. Nichts passiert. Trinidad und Tobago scheint konditionell angeschlagen, aber sie schaffen ist, Rooney wieder den Ball zu klauen.
[78. Minute] Wieder Lampard. Links am Tor vorbei.
[77. Minute] Torchance von Lampard, der den Ball direkt auf den Mann, den Torwart von Trinidad und Tobago, schießt.
[76. Minute] England wechselt. Downing kommt für die Nummer 11. Und Beckham spielt wieder den Gegner an, während Trinidad bis in den gegnerischen Strafraum läuft und erst dann den Ball verliert.
[74. Minute] Beckham schießt den Ball nach einem Freistoß in die Beine, der Konter von Tobago scheitert und im Gegenkonter lässt sich Rooney den Ball der trinidad’schen Abwehr klauen. Ecke für England. Lampard ist der Mann mit den meisten Torchancen der Engländer. Alles in allem ein enttäuschendes Spiel bisher.
[70. Minute] Das Spiel findet jetzt hauptsächlich in der Hälfte von Tobago statt. Als Resultat wechselt Tobago einen Spieler. Für Jones kommt Glen, der bei Los Angeles spielt.
[63. Minute] Gelbe Karte für Lampard. Vom gelben Engel. Das Schiedsrichtertrikot schmerzt in den Augen, wie einiges andere heute dort unten auch.
[60. Minute] Die englische Fankurve kocht, Beckham haut den Ball vom Freistoßpunkt direkt ins Aus. Ich gehe auch gleich kochen.
[58. Minute] Roooooooooooooooooney! 47 Tage nach dem Mittelfußbruch! Pitbull’s coming home! Der langsame Jogger muss gehen. Neben Rooney kommt Lennon für einen, der ebenfalls nicht auffiel.
[55. Minute] Torchance England, knapp am Pfosten vorbei. Leider auf der falschen Seite
[54. Minute] Ballverlust England in der eigenen Hälfte, Tobago kommt wieder bis vor das britische Tor. Mark Michael Owen trabt wie ein gemütlicher Jogger durchs Feld (ZDF), während Crouch den Ball vier Meter über das Tor haut.
Immerhin einer.
[51. Minute] Rooney macht sich wieder warm, während Tobago der englischen Abwehr davonläuft. Freistoß Trinidad, allerdings kurz hinter der Mittellinie, Crouch kann im Aus klären.
[48. Minute] Robinson ist beliebter Passempfänger der englischen Mannschaft. Dieses Verhalten kenne ich nur von führenden Mannschaften aus der Bundesliga.
[46. Minute] Gelbe Karte wegen Zeitspiels für den tobagischen Towart.
[45. Minute] Ohne Veränderung gehts weiter, auch wenn Meyer Rooney, den Tribbelkönig, fordert. Die Mannschaft Erikssons macht den gleichen Eindruck wie mein altes Handy gleichen namens.
Endlich habe ich das deutsche Tor von gestern gesehen, die nächtlichen Feiern waren dem ZDF eine Meldung wert. Johannes Baptist K. palavert aus der ZDF Arena: Urs Meyer macht Beckenbauer nach! Jürgen Drews darf auch was sagen und Baptist bewertet die englischen Torchancen, während die Chancen Trinidads und Tobagos kaum erwähnt werden. Bestimmt können sie sich die Namen nicht merken.
Ich erwische mich bei der Adaption von Fußball-Sprechweisen: »Schönes Tor!« Trotzdem hätte ich gestern lieber geschlafen.
[47. Minute] Beckham wird getunnelt, der nächste Angriff auf Robinsons Tor ist allerdings vorm Strafraum zum Ende. England konzept- und glücklos. Eine der schwächsten Halbzeit der Weltmeisterschaft meint das ZDF zu erkennen. Und meine erste, die ich mitbekomme.
[44. Minute] Rooney sitzt wieder auf der Bank. Yorke kickt die Ecke und Englands Terry rettet kurz vor Linie. Es brennt im Strafraum des Vereinigten Königreichs!
ZDF: »Glückliches Unentschieden für England« Das wird unterschrieben.
[42. Minute] Torchance, nur 3 Meter vorbei. Drüber. Aber Lampard hat wenigstens das Tor im Auge und die Hosen in der Kabine an. Crouch haut am Ball vorbei, allein vorm Tor.
[39. Minute] Das ZDF lästert über »Pannenjames« und die bisher erbrachten Leistungen der englischen Fußballnationalmannschaft, während deren Abwehrreihe zeigt, wie man sich vorführen lässt.
[36. Minute] Ecke für Trinidad und Tobago, nachdem Yorke den Freistoß auf den Kopf eines Engländers spielte. Wieder Yorke, Robinson greift ins Leere, fast Führung für Trinidad und Tobago.
[33. Minute] Jetzt beansprucht die Katze den Platz vor der Kamera und läuft mir über die Tastatur.
[31. Minute] Beckham flankt in die Arme des gegnerischen Torhüters. Das war knapp!
[30. Minute] Rooney macht sich warm. Bei der bisher gezeigten Leistung von England ist Eriksson also bereits, dieses hohe Risiko des Einsatzes von Pitbull einzugehen.
[27. Minute] Schuss in den Genitalbereich von Yorke. Die Sanitäter retten was zu retten ist, während sich Yorke ein Erfrischungsgetränk in die Hose schüttet.
[26. Minute] Englands Fans singen die Nationalhymne, was nach dem ZDF einen Grund haben muss.
[24. Minute] Robinson hält prima, während die vom ZDF als dritt- und viertklassig bezeichneten Spieler von Tobago immerhin ein paar Bälle in den englischen Strafraum schlagen. Das Spiel findet keinesfalls nur in der Hälfte von Trinidad statt.
[19. Minute] Gelbe Karte Nr. zwei, diesmal für Whitley, ebenfalls Tobago. Freistoß Nr. 2. Und Beckham nochmal. Diesmal über die Mauer.
[17. Minute] Gelbe Karte für Tobago’s 18. Erneut Freistoß für England, Beckham schießt…
…direkt in die Mauer.
[16. Minute] Torchance für England, leider nur ans Außennetz. Vorher beeindruckend, wie langsam der englische Sturm im Gegensatz zu den trinidad’schen Verteidigern läuft.
[13. Minute] Beeindruckendes Solo von Trinidad, leider in den eigenen Strafraum.
[11. Minute] Köpf it like Beckham! Zur Ecke. Hislop hat alles unter Kontrolle. Hislop ist Torwart von Trinidad und Tobago.
[8. Minute] ZDF: Teilerfolg für Trinidad und Tobago, die ersten acht Minuten sind um. Aha.
[5. Minute] Erste Torchance von England. Der tobagische Torhüter konnte den Ball nicht unter Kontrolle bekommen, der Engländer war für den Nachschuss etwas zu langsam. Teatime! Das ZDF zeigt lieber Frau Beckham.
[3. Minute] Kick it like Beckham! Nach dem Verlust eines roten Turnschuhs Freistoß für England.
[0. Minute] Anstoß! Anstoß!
Willkommen zum Länderspiel England gegen Trinidad-Tobago.
Heute versuche ich mich das erste (und vielleicht einzige) Mal am Liveblogging eines Länderspiels live per Miezcam. Übrigens heute in direkter Konkurrenz zu Doreen, die ebenfalls live bloggt.
Rooney spielt heute nicht und mit ihm die einzige Person, die ich namentlich kenne und als Pitbullgesicht bezeichne. Von der tobagischen Mannschaft ganz zu schweigen…
Do 15 Jun 2006
Posted by niels under
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Leider ist morgen Feiertag. Und leider hat die deutsche National-Elf ihr Spiel gegen Polen in der Nachspielzeit gewonnen. Das Tor bedauere ich nicht nur wegen meiner seitdem fehlenden Nachtruhe (»Lukas Podolski!« bzw. »So sehen Sieger aus, schalalalala«), sondern auch, weil mir die polnische Mannschaft plötzlich leid tut. Und ganz bestimmt auch ein bisschen deswegen, weil ich das stakkatohafte »Deutschland« des Burschi-Affens und seiner blankgeleckten Freunde aus den Fenstern über meiner Wohnung nicht vertrage - da hat sich jemand bei der Armee die Hörner nicht abgestoßen.
Den ganzen Tag schon hallen Rufe durch die Stadt, irgendwo um die Ecke muss seit 15 Uhr eine Gruppe Besoffener Fans gesessen haben, die einem Metronom gleich zwanzig mal in der Stunde »Deutschland, Deutschland« skandierten.
Bei diesen Temperaturen in den Cafés sitzen, währen die Stadt herum in guter Laune brodelt, hat etwas von Urlaub weiter südlich. Ich wünschte, ich würde mich für Fußball interessieren.
Heute war der Vorgeschmack auf das, was nach der Vorrunde kommt: Es ist laut, es ist ausdauernd und es ist nicht besonders kreativ.
Das Finale findet an einem Sonntag statt. Aber dafür nimmt man sich hier wohl Urlaub.
So 11 Jun 2006
»Ich habe keine Ahnung, was “Hain” bedeutet,
aber es muss schlimm sein«
So reagierte ein sehr guter Freund auf meinen Einberufungsbescheid im Jahr 1998. Gestern las ich in Clemens Meyers Als wir träumten:
»Mit Rückfahrt?«, fragte die Frau am Schalter. »Nein«, sagte ich, »nur einfach.« »Umsteigen in Riesa«, sagte die Frau, »einundzwanzig sechzehn, einundzwanzig achtundzwanzig weiter nach Zeithain.« »Wird spät«, sagte ich, als ich bezahlte, »Zapfenstreich«, weil ich wusste, dass es in Zeithain auch eine große Kaserne gab. Sie blickte mich an und nickte und gab mir mein Wechselgeld.
Das Kapitel trägt den Titel »Jugendarrestanstalt Zeithain« und umfasst mehr als fünfzig Seiten. Zeit genug, um im mit der Überschrift konform gehenden Gefühl zu versinken, dass sich teilweise noch immer abrufen lässt. Man idealisiert über die Jahre und ich habe jetzt sentimentale Laune, wenn ich an die Monate Juli und August 1998 denke, an linoleumartige Böden und trostlose Landschaft. Schön ist anders. In Zeithain gibt es neben der Kaserne (und der Jugendarrestanstalt offensichtlich) nichts. Ein paar mal sind wir nach Dienstschluss rausgefahren nach Riesa in ein großes Einkaufskarree. Wie der andere Ort heißt, den wir besuchten, weiß ich nicht mehr.
Aber das Diorama, was der Freund mir zum Abschied schenkte, besitze ich heute noch. Ganz bestimmt fahre ich irgendwann wieder einmal hin, bis zum großen Parkplatz vor das Tor. Und an dem See vorbei, von dem ich vor acht Jahren dachte, man könne in ihm baden.
Fr 9 Jun 2006
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Die lokalen Schmierblätter Tageszeitungen haben ein Online-Angebot, das unter aller Sau ist. Beide stellen etwa die letzten fünf verfassten Meldungen zur Verfügung, doch ließ sich nicht herausfinden, wie man ohne Umweg über die Suche auf ältere Artikel zugreifen kann.
Bei einer Postille muss man sich einem »Suchassistenten« ausliefern, der fünf (!) Formulare ausgefüllt wissen will, um keinen Artikel zu finden; eines dieser Formulare fragt den Redakteur des gesuchten Artikels ab (als wäre dies bei einer provinziellen Tageszeitung elementar, wer kennt schon die Redakteure und weiß, welche Artikel von wem geschrieben wurden - insbesondere der unbekannte gesuchte - oder andersherum, welcher bekannte Redakteur wird freiwillig für eine Zeitung wie den »Hinterländer Anzeiger« schreiben, der seinem Namen alle Ehre macht).
Die andere begnügt sich dankenswerterweise mit einem einfachen Suchfeld, präsentiert dann aber nach vier Zeilen vager Information den Satz »mehr dazu in unserer Print-Ausgabe«, die dem Suchenden bestimmt zur Verfügung steht, wenn er online nach Artikeln recherchiert.
Unnötig zu erwähnen, dass sich damals fünf Rechtschreibfehler in vier vierzeiligen Meldungen finden ließen.