Die Beziehung zwischen meiner Tageszeitung und mir ist eine herzliche, dennoch nicht unproblematische. Ich habe sie irgendwann abgesetzt, der Frau am Telefon erklären müssen warum, und bin doch seit vielen Monaten wieder Abonnent.
Nach der viel zu seltenen Lektüre weiß ich wieder, warum ich die Süddeutsche nicht noch einmal abbestellen werde. Allein heute:

  • Im - freitags beiligenden - Süddeutsche Zeitung Magazin findet sich ab Seite 34 die Geschichte »Zwei Kinder und ihr Baby«, in dem das Leben zweier behinderter Eltern mit ihrem normalen Sohn beschrieben wird
  • Die obligatorische, mehr als halbseitige Seite-3-Geschichte heißt heute »Wo die Ernüchterung regiert« und trägt den Untertitel »Israel vor den Parlamentswahlen: Reisen durch ein zerrissenes Land«. Sie stellt neben der Lesbarkeit das Killerargument gegen die exklusive Nutzung von Online-News-Medien dar
  • Der Kommentar im Wirtschaftsteil »Die Millionen der Manager«, wegen dem einige Freunde den Kopf schütteln werden

Am Sonntag sind Kommunalwahlen in Marburg. Ein Freund steht für die APPD auf dem Wahlzettel, doch ist mir die Partei zuwider. Ich spreche nämlich einem Teil der Mitglieder ab, was dem Spitzenkandidaten und der Bundesführung klar ist: die Realsatire.

In einer der vergangenen Wochen ist mein ehemaliger Klassenlehrer der Mittelstufe gestorben. Ich habe es heute per eMail erfahren.
Er wollte zum Ende unserer Schulzeit die Namen auf einen Zettel Papier schreiben und daneben, was er glaube, was aus uns werden würde. Und er wollte diese Zettel nach zehn Jahren zum Klassentreffen mitbringen.
Dieses Klassentreffen findet im Jahre 2008 statt.