Es ist, wie es ist. Mancher guten Dinge sind drei, der anderen vier und Altes gehört im Keim erstickt, nicht beachtet, Anachronismen der Großväter und Legenden der Vergangenheit.

Während in der Zeit eine Artikelreihe über Spießertum gedruckt wird, erkenne ich mich in manchen Artikeln durchgängig wieder und fühle mich dennoch nicht schlecht. Wenn Menschen popeln, schmatzen und rülpsen, hat das mit persönlicher Freiheit nicht viel zu tun. Das eine Lager räumt bis zur fehlenden Hygiene reichende Freiheiten ein; wenn sich der Betroffene wohlfühlt, wäre Kritik unangebracht. Mir reichen gähnende Radfahrer; ich unterschreibe Beobachtungen anderer Freunde und bin entsetzt. Wer entschuldigt, kann gleich am Trog speisen; wo die Freiheit des Anderen anfängt, endet jene des Einen.
Oder - weil ich nicht an völlige Abstumpfung des Individuums glaube:

Was du nicht willst, das man dir tut,
das füg’ auch keinem anderen zu.

Ihr Hund schämt sich

(Foto von ix)