Der Staat Texas wird ja häufig mit zu kritisierenden Tatschen in Verbindung gebracht: Die unerbittlich vollstreckte Todesstrafe und Heimat des amtierenden (und oftmals zu kritisierenden) Präsidenten der Vereinigten Staaten.
Nach einem Geheimdokument wird der gewünschte Umgang mit kritischer Presse offen gelegt, die Bush “in Katar und anderswo bombardieren wollte”. Namentlich wird hier der Sender al-Dschasira genannt.

Pluspunkt für Texas ist die Klage gegen Sony BMG wegen des seit Anfang November viel beachteten Kopierschutzes. Ich freue mich, wenn Sony BMG wieder Umsatzeinbußen wegen der mutmaßlich beschuldigten Tauschbörsen hat. Im Ernst: Wer will die Musik in den Charts wirklich hören, außer den musikdesinteressierten Konsumenten von Privatradiostationen, die sich keine Audio-CDs kaufen (oder Sampler à la Bravo Hits vorziehen)? Die Konzerne geben sich wirklich Mühe, die letzten potentiellen Käufer zu vergraulen. Merkt keiner, dass genau die gegenteilige Richtung du erfolgreichere wäre? Bei den Gehältern sollte man Borniertheit nicht noch in den Arbeitsvertrag schreiben!

Stuckrad-Barre hat ein neues Buch geschrieben. Soloalbum habe ich gern gelesen, obwohl es nur ein müder Abklatsch von Hornbys High Fidelity ist. Die anschließend veröffentlichten Bücher waren durchweg schlecht, konnten der Überbewertung der personifizierten Arroganz allerdings keinen Abbruch tun. Gelesen habe ich sie trotzdem. Welches Startkapital ein ehemaliger Gagschreiber von Harald Schmidt hat, verwundert zutiefst. Das nächste erwähnenswerte Werk war seine Textsammlung Deutsches Theater.
Die Amazon-Rezensionen zu seiner neuen Veröffentlichung sind wieder eindeutig, auch wenn diesen mit Vorsicht zu begegnen ist:

Das Buch Kleider machen Leute ist ein Buch, das man mindestens dreimal lesen muss, um alles 100% zu verstehen. Alles ist ziemlich lang umschrieben und kein bisschen lustig oder spannend, sondern einfach nur trocken. Für Leute, die gerne gute und ausdrucksstarke Literatur lesen wollen, ist dieses Buch sicherlich sehr interessant, Leute, die Humor, Action und Spannung erwarten, sollten lieber die Finger davon lassen

(Rezension zu Gottfried Kellers Kleider machen Leute)