Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass sich in dem Buch - jetzt nenne ich’s beim Namen - “Sprache und Kommunikation im Internet” (Jens Runkehl, Peter Schlobinski, Torsten Siever) eklantante Fehler eingeschlichen haben. Das sind wenige technische Ungereimtheiten, auf die es in den folgenden Analysen nicht ankommt und die daher vernachlässigt werden können (ja, ich habe aus verschiedenen Verhaltensweisen gelernt). Heute stieß ich auf einen vermeintlichen inhaltlichen Fehler…
In einem chinesischen Chatprotokoll tauchen folgende Zeilen auf (die Sprecher sind durch Doppelpunkt abgetrennt):

alone: MBA
me: what?

Die letzte Zeile shì what bezieht sich dabei auf die vorhergehende und der Autor behauptet, mit MBA seien beide “amerikanischen Studienabschlüsse MA und BA” (S. 83) gemeint. Nun war mir eine Assimilation dieser beiden Abschlussbezeichnungen unbekannt, in meinem Verständnis stand MBA immer für den Studienabschluss des Master of Business Administration. Irre ich?
Interessant ist aber, wie die Autoren chinesische Chats analysieren, anscheinend sind sie in der Sprache bewandert oder haben einen Helfer zur Hand. Ich muss mich hingegen auf ihre Ausführungen verlassen und kann nur staunen, wie sie offensichtliche Tippfehler in den chinesischen Schriftzeichen finden.

Die neuen aufkommenden Arbeitsbelastungen werfen ihre Schatten voraus, bisher fühlt es sich sehr gut an. Es lohnt endlich, einen Terminkalender zu haben.