Nach meiner Ankunft in Marburg gestern abend kehrt der alte Hass auf das provinzielle Dreckloch zurück. Zwischenzeitlich haben wir uns vertragen, jedenfalls glaubte ich das.

Immer gleiche Gesichter an immer gleichen (weil wenigen) Orten - die Marburger Indie-Szene möge sich bitte eine Kugel in den Kopf schießen. Stolz galoppieren geplusterte Modeaccessoirs durch ihrem Namen Ehre machende Orte, den planmäßigen Saufturnieren wird die schlechte Musik gern entschuldigt, Weltversteher richten ihre Vorlesungen danach.

Frag den an der Theke, die besseren der Guten.

Der Soundtrack des Niedergangs jault aus feuchten Kehlen. Gestern sang ich dazu und schlief vor dem Rathaus, heute wünsche ich mir Hannover zurück und presse Verwünschungen durch geschlossene Lippen.

Über meiner Zelle brüllen die Simpsons meinem debilen Nachbarn in die Ohren, dass ich mich bald dran gewöhne. Gegenüber klappert ein alter Sonnenschutz im Takt des Windes gegen sein Fenster. Wenn das so ist.