Mai 2005
Monthly Archive
Mo 30 Mai 2005
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TechnikNo Comments
Ich habe gerade im Rahmen meiner Seminararbeit in alten Beiträgen über Notebooks geschmökert und konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen:
Zu den technischen Highlights zählen primär die neuen großen Displays. Galt auf der CeBIT im Vorjahr noch die 10,4″-Grenze, hat man heute die Qual der Wahl zwischen Notebooks mit 11,3″, 11,8″ oder sogar 12,1″. […] Die besseren unter den Notebooks warten heute schon standardmäßig mit 800 x 600 Bildpunkten auf. Auch der Traum von 1024 x 768 Pixeln ist bereits Realität. […] Das könnte der Trend bei den CPUs bestätigen: Die notebook-optimierte Pentium- Baureihe wird wahrscheinlich bei 150 MHz Takt enden. Anfang nächsten Jahres folgen dann bereits die ersten Low-Power-Pentium-Pro-Typen.
(aus “Viele Pixel, wenig Mut”, c’t, 5/96, Seite 56ff).
Dieser Artikel ist nunmehr neun Jahre alt und inhaltlich nicht spektakulär, nahm die Entwicklung doch einen erwarteten Verlauf. Pentium Pro-basierte Notebooks sind mir bis heute nicht bekannt, erst dessen Nachfolger Pentium II schaffte es in die mobilen Rechner.
Tatsächlich gibt es aber Notebooks wie das Bullfrog Dual von Tadpole, die ganze Server ersetzen können und bei Usern einschlägiger Foren Tim-Tayloreskte Gefühle wecken:
17.11.2004 20:41
Er ist gefunden, der verdiente Träger des Titels “Männlichste Hardware auf Lebenszeit”:
Tadpole Bullfrog Dual - 10 Kg pure Männlichkeit. Das 10cm dicke “Notebook” beherbergt 2 UltraSPARC IIIi Prozessoren, einen full-size 64-Bit-PCI-Slot, 16 GB RAM, was sollte man(n) noch mehr in seinem Notebook wollen?
Wenn auch Sie mal wieder ein paar dumme Emporkömmlinge mit purer Rechenleistung an die Wand klatschen wollen und etwa 60.000 Euro übrig haben, dann kaufen sie sich dieses Prachtstück!
Sie werden es nicht bereuen.
So 29 Mai 2005
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Lifestyle1 Comment
Die kleinen Details erkennt man erst bei genauerem Hinschauen, wenn man schlaftrunken an der Wand Punkte zum Fixieren des Blickes sucht und die Strukturtapete seltsam bekannte Umrisse formt, erst Sterne und später einen gesamten Mond. Als ich Doreen das erste mal besuchte, fand ich diese Symbole an der Zimmerdecke über dem Bett verteilt, nachts leuchtend und einen von uns beruhigend. Die überstrichenen Himmelskörper an einer Zimmerwand auf Kopfhöhe meines Bettes zu finden, verwundert.
Dass Leo gedankenverloren von seinem Katzenbaum an die Wand starrt, hielt ich bis vor kurzem für eine unerklärbare Marotte. Doch wenig später entdeckte Doreen den Grund.
Sa 28 Mai 2005
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Tagesschau1 Comment
Frisch geduscht riecht die Welt viel besser.
Das einzig Uncoole ist die Hitze, die sich in einer Dachgeschosswohnung potenziert und heute morgen das Streichen Doreens alter Bleibe nicht vereinfacht hat.
Draußen in der Gasse konkurrieren Akkordeon- und Drehorgelspieler, ich sitze mit Zeitungen und Skripten im Bett, habe Fenster und Ohren auf Durchzug und das Geburtstagskind im Arm:
Leo wird heute drei Jahre alt.
Auch er sucht die kalten Plätze der Wohnung, vielleicht weil das offene Fenster nach mehreren Tagen seine Faszination verloren hat und die Tauben in dunklere Ecken geflüchtet sind.
Zuwachs in der Plattenkiste:
- Fink - Bam Bam Bam
- Moby - Hotel
- The Soundtrack of our Lives - Bigtime (Single)
Nachdem Florian von der Seltsamkeit der neuen Farin-Urlaub-LP berichtete, habe ich mich für ein Probehören entschieden. An einem anderen Tag. Bei einem anderen Wetter.
Don schrieb heute:
Du weisst, dass es nicht dein Ort wurde, wenn du in der neuen Stadt nach 15 Monaten immer noch die Vorwahl mitwählst. Passenderweise gerade dann, wenn du den Lieferwagen für den Umzug bestellst.
Als ich mit Georg im ehemaligen Wintergarten von Doreens Zimmer stand, war da genau dieses Gefühl.
Do 26 Mai 2005
Jahrelang lief diese Webseite mit PHP4 und mit ihr all meine programmierten Scripte. Nach einem Update auf PHP5 funktionierte fast gar nichts mehr, was mit einigen wenigen Eingriffen in gemeinsam genutzten Klassen korrigiert werden konnte und mitunter meinem laxen Programmierstil (register_globals = on) zu verdanken war. Trotz allem ist mir PHP sehr unlieb geworden, denn schon lange stört mich die nicht einheitlich gehaltene Syntax verschiedener Funktionen (vgl. Array- und Session-Funktionen). Die abenteuerliche Variablenbehandlung (Stichwort Initialisierung) mag für manche reizend sein, bei mir hinterlässt sie ein flaues Gefühl im Magen.
In einer lokalen Testumgebung habe ich damit begonnen, meine Webseite auf JSP zu portieren mit dem langfristigen Ziel, die PHP-Version im Netz zu ersetzen und dem Vorurteil entgegenzutreten, Java sei eine langsame Sprache (wohlweißlich, dass JSP für meine Webseite überdimensioniert ist). Da sich meine Freizeit momentan in Grenzen hält, wird eine öffentliche Demonstration noch eine Weile auf sich warten lassen. Unter PHP konnte ich auf eigene Klassen zurückgreifen, in denen ich MySQL-Standard-Prozeduren oder eMail-Funktionalität ausgelagert hatte und die mit jedem Projekt an Funktionalität gewannen. Für den RSS-Import diente mir bislang MagpieRSS, welches ich durch ein eigenes Tool ersetzen und diese Gelegenheit nutzen möchte, mit Xerces vertraut zu werden.
Ganz ohne Hintergedanken ist die Umstellung nicht: In den letzten drei Jahren habe ich mich überwiegend mit PHP beschäftigt, so dass meine Java-Kenntnisse am langen Arm verhungert sind. Da mir bei fehlender Auffrischung das gleiche Schicksal blüht, ein Versuch der langsamen Annäherung an die Programmiersprache von Sun, die mir in den letzten Wochen durch kleine Klassen für den universitären Übungsbetrieb wieder liebgeworden ist.
Do 26 Mai 2005
Bloggen über das Dashboard: Kein Problem mit Dashblog.
Das heutige Wetter zeigt sich von seiner besten Seite und auch in der Stadt herrschen sommerliche Temperaturen. Eltern schreien ihren Kindern hinterher, kastrierte Köter kläffen und in der Gasse vor dem Haus tauscht man sich aus.
Und doch: Marburg ist aushaltbar. Manchmal. Mancherorts.
Man sollte es nur nicht übertreiben.
Mi 25 Mai 2005
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Uni[2] Comments
Schaut man sich im PC-Pool des Fachbereichs Informatik der Philipps-Universität um, in dem Studenten auch eigene Rechner an das Netzwerk schließen können, fällt auf, was man in allen Universitätsbibliotheken ebenfalls beobachten kann:
- Nachdem der Laptop aufgeklappt ist, beschallt der Windows-Anmelde-Sound den gesamten Raum
- Sofort wird das Netzteil ausgepackt und mit dem Laptop verbunden, so als wäre die Batterie eingebaute USV oder Zierde
- Anschließend wird die externe Maus angeschlossen
Manchmal reißt der Stecker des Netzteils ab und bleibt unisoliert in den Steckerleisten zurück. Zwischen den Verteilerdosen findet sich Konfekt, und auch die zweite Zeile auf den Verbotsschildern wird von Zockern ignoriert. Nebenbei hat sich noch nicht herumgesprochen, dass ein öffentlicher PC-Saal kein Gruppenarbeitsraum ist. Die Videokonferenz gegenüber raubt mir den Nerv.
Wenn das Uni-Klinikum endlich verkauft ist, sollte doch WLAN für den Campus (sprich: Die ganze Stadt) drin sein.
Di 24 Mai 2005
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Technik1 Comment
Ab und zu entdecke ich längst vergessene Notizen. Eben eine SMS im “Entwürfe”-Ordner des Handys, den ich gelegentlich dazu missbrauche, Gedankenfetzen festzuhalten:
Was ist eigentlich mit Paul?
Mein Blog frisst Kommentare. Das Spam-Plugin meinte es zu gut und hat kurzerhand alles weggeworfen, was von Dial-In-Anschlüssen kam. Damit sind leider auch einige eurer Kommentare verschwunden, lesen konnte ich sie dennoch. Auch jene fünf einer Jona/Jule, in denen sie mir eigentlich nur eines mitteilen wollte:
wir haben dich auch satt niels
Wir haben dich auch s a t t Niels!
Das haben wir dich auch Niels!
Wir haben dich auch s*a*t*t* Niels!
Wir haben dich auch satt Niels!
Guten Appetit, nachträglich.
Fr 20 Mai 2005
Ich habe es satt, diese Menschen, diese Gesellschaft, dieses Verhalten.
Als ich heute die Anzeigen im Express las und mir die Bauernfängerei ins Gesicht sprang.
Die Arbeitsagentur, deren Angestellten nach 40 erfolglosen Anrufen antworten und Arbeitssuchende an Firmen vermitteln, die kein Gehalt zahlen (und dies bekannt ist).
Ich weiß gar nicht, was ich am meisten hasse. Und ob es Hass ist. Aber ich habe es satt.
Mi 18 Mai 2005
Soundtrack #1: Die Gedanken sind Frei [MP3]
Nachdem im Hintergrund die neue GMX-Werbung lief, finde ich mich auf der Suche nach dem Lied “Die Gedanken sind frei”. Gerade heute bin ich harmoniesüchtig (ein bisschen blauäugig vielleicht, dieses Lied als Inbegriff des romantischen Momentes zu bezeichnen), weil der gestrige Abend ein recht schwieriger war, die Planungen für heute im Keim erstickte und solche Abende immer nachwirken. Blöd, dass viel passieren muss bis zum Wochenende und die Zeit jetzt knapp wird.
Jede Wette, dass es Christian um Nummern schlechter geht, aber nun werde ich erwachsen: Nie wieder Alkohol.
Am Sonntag ist Großkampftag, der Umzug von Christian und Doreen steht vor der Tür und ich werde glücklich sein, wenn die Möbel beider angekommen sind. Keine fünf Fußminuten die Wettergasse hinauf brauche ich zur neuen Wohnung, die mit ihrem gewaltigen Ausblick schöne Abende verspricht.
Soundtrack #2: Die Gedanken sind Frei (The Thoughts are Free) [MP3] (RajaDefNet Singers)
Fight Club war gestern.
Düster heben sich die alten Mauern, der längst aufgegebenen Fabriken, gegen den dunklen Nachthimmel. Seid Jahren nutzlos, am Rande jeder Gesellschaft warten sie darauf zu zerfallen, zertreten oder zerstört zu werden. Genau so und nicht besser ergeht es den Darstellern unseres Films seid Jahren in ihrem eigenen Leben, ausgestoßen und von dem was man Gesellschaft nennt, verachtet, verlacht, verfolgt. Aufgestaute Aggressionen, blinder Hass und tiefe Wut gegen sich und alles andere auf der Welt. Ihr Leben ist sinnlos, für ein paar Euro schlagen sich diese Obdachlosen, Penner, Junkies die Seele gegenseitig aus dem Leib. Keine Szene ist gestellt, alles ist echt, echtes Blut, echter Schweiß. Spielzeit ca. 60 Minuten, Stereo, Color.
Bestellbar für EUR 12,90 hier. Ich stehe auf Kriegsfuß mit dem Fernsehen, werde regelrecht aggressiv, wenn die privaten Sender laufen. Dass dies auf alle Medien anwendbar ist, wird immer öfter klar. Ein abgewandeltes Zitat aus “High Fidelity” beschreibt das Henne-Ei-Problem:
Sind die Medieninhalte scheiße, weil die Gesellschaft verdummt oder verdummt die Gesellschaft, weil die Medieninhalte scheiße sind?
Musikalischer Lichtblick: Morgen wird vermutlich das lang verschobene Album “Gestern war es” von Peryton veröffentlicht, Lieder zum Probehören finden sich auf der Webseite und im Blog.
Jetzt weihe ich meine neue Zahnbürste ein und freue mich auf ein paar Stunden Schlaf und die Programmieraufgaben, die mich morgen zu früh aus dem Bett holen werden.
Weitere Links:
(Themen via diskordia.blogger.de, ein zu früh geschlossenes Blog)
Do 12 Mai 2005
Posted by niels under
UniNo Comments
Musik des Abends; Virginia Jetzt!
Ich hatte den Eindruck, dass sich das Hobby “Musik” in den letzten Wochen und Monaten etwas zurückgezogen hat, aber seit einigen Tagen höre ich gern verschiedene Musik, die ein darin Versinken anbietet.
Zwar gibt es Phasen, in denen mich das kleinste Geräusch ablenkt und das Denken unmöglich macht, doch heute ist der Pegel sehr laut und die Tätigkeit des Abends gelingt erstaunlich gut: Mathematik.
Rechts: Mein Professor vor etwas mehr als zehn Jahren.
Mo 9 Mai 2005
Mir fiel eben zum wiederholten Mal auf, dass sämtliche Schokoriegel und andere -waren, die kurz vor den Supermarktkassen auf willensschwache Kunden hoffen, eine Wachstumsphase abgeschlossen haben.
Früher gab es Mars, Snickers und Raider in ausreichend großen, mundgerechten Portionen (in damaligen Messungen zwecks Gegenwertmaximierung lag Snickers mit 60 Gramm Nutzgewicht vor den übrigen Riegeln mit 58 Gramm oder weniger) für 80 Pfennig und später eine Mark (nach der Währungsreform überraschenderweise für 49 Cent), mittlerweile hat sich die Amerikanisierung auch bei den Süßwaren durchgesetzt und die Kalorienbomber kostet jetzt bei entsprechenden Mehr-/Nährwert 30 Cent mehr.
Auch heute hat mich das zurückschrecken lassen. Aufs Gramm gerechnet sind Pizzen wesentlich billiger.
Mo 9 Mai 2005
Posted by niels under
Wirtschaft[2] Comments
Heute morgen habe ich die Boxhamsters im Kopf
und einen Hals
auf meine frühere Bank. Der Apparat jener Frau, die gerade nicht da sein soll, ist dauerbesetzt, dafür soll ich bitte Zinsen nachtragen lassen auf ein schon lange verlorenes Sparbuch.
Sie wissen davon.
Ein halbes Vermögen kostet das Melden eines Verlusts, um sechs Monate später an sein Geld zu kommen, man sollte sich das mehrmals überlegen: mindestens zweihundert Euro.
Gibt es Einzugsermächtigungen für Sparbücher? Onlinebanking?
Wo sich die Volksbank querstellt, macht die Sparkasse keine Probleme: Bankinterne Regelung ohne die hohen Gebühren für eine Veröffentlichung in einer Lokalzeitung und dem Bundesgeneralanzeiger. Gesetz ist Gesetz, nein, wir können da nicht helfen.
Besetzt ist noch immer.
Fr 6 Mai 2005
Siehst du das Blatt fallen
in Richtung Volkes Haupt?
Am Himmel leuchtet hell
das Gestell.
Im Korb Fallobst
In den ersten Sonnenstrahlen
Das Gestell
Do 5 Mai 2005
Wer die aktuelle Version 2.3 von PhpSysInfo verwendet, kennt die unübersichtliche Auflistung der PCI-Geräte. Besonders ärgerlich ist, dass diese Darstellung in älteren Versionen des Scripts wesentlich aufgeräumter war, wer jedoch umgestiegen ist, muss mit der neuen Darstellung leben.
Um unter Linux eine übersichtliche Darstellung zu erhalten (in der für den Laien unwichtige und redundante Informationen weggelassen sind), editiert man die Datei includes/os/class.Linux.inc.php etwa ab Zeile 200 und ersetzt
$name = preg_replace('/\(.*\)/', '', $name);
$results[] = $addr . ' ' . $name;
durch die Zeilen
$name = preg_replace('/\(.*\)/', '', $name);
$name = preg_replace('/.*:/', '', $name);
$results[] = $name;
Wer keine Lust auf das Editieren hat oder sich dieses nicht zutraut, lädt die veränderte Datei herunter und entpackt sie an die oben genannte Stelle: class.Linux.inc.php.gz [3,8 KB]. Für andere Betriebssysteme muss die entsprechende Datei im includes/os/ editiert werden, sie wird so ähnlich aufgebaut sein.
Das Ergebnis kann auf meinem Server begutachtet werden, sofern dieser angeschaltet ist.
Mi 4 Mai 2005
Posted by niels under
Lifestyle1 Comment
Ich habe letztens einen sehr schönen Satz gehört.
Du kannst mich jederzeit anrufen. Wenn ich nicht gestört werden will, schalte ich das Telefon aus. Wenn es angeschaltet ist, spielt die Uhrzeit keine Rolle.
Auf die Idee mein Telefon auszuschalten bin ich lange Zeit nicht gekommen. Christian hingegen schaltet sein Handy immer ab, wenn er zu Hause ist. Lange Zeit hielt ich das für eine Spinnerei und einen weiteren Fall von Elektro-Smog-Phobie. Er hingegen konterte mit der Frage, warum das Handy angeschaltet sein soll, obwohl doch ein Haustelefon existiert, auf dem er ebenso erreichbar ist.
Die Antwort auf diese Frage fiel mir leicht, hat doch nicht jeder meiner Bekannten und Freunde beide Nummern in seinem Telefonbuch. Tatsächlich findet eine Kontaktaufnahme zum überwiegenden Teil per eMail statt und viele rufen erst auf dem Handy an, wenn ihnen am Hausanschluss der Anrufbeantworter entgegenschallt.
Trotz allem werde ich das mobile Telefon heute Nacht abschalten. Nicht aus Angst vor Elektrosmog, wo ich doch mit den Computern, einem WLAN-Accesspoint und einem schnurlosen Festnetztelefon in einem Raum schlafe.
Vermutlich nur, damit ich den Satz irgendwann auch einmal sagen kann.
Di 3 Mai 2005
Posted by niels under
Arbeit ,
Technik ,
Uni[8] Comments
Den Feiertag übermorgen kann ich wirklich gut gebrauchen.
Heute habe ich erfolglos versucht, unser Praktikumsprojekt unter Mac OS X zu starten. Apple backt ärgerlicherweise mit der Java-Implementierung eigene Brötchen, die SDK Tools (lib/tools.jar) fehlen. Kommentiert wird dies mit einem lakonischen
Tools.jar does not exist. Scripts that look for this file to find the SDK tools need to be rewritten.
Verständlicherweise habe ich keine Lust, eine sechsstellige Anzahl von Code-Zeilen zu durchforsten, um dieses Problem zu lösen und fehlt mir jetzt auch der weitere Antrieb, die Startup-Scripts weiter als in den letzten Stunden geschehen anzupassen.
Am Freitag lag Mac OS X 10.4 “Tiger” in der Post. Die erste negative Erfahrung machte ich wenige Stunden später, als beim Rückspielen der Backups klar wurde, dass ich meinen Dokumentenordner schlicht vergessen hatte zu sichern. Das letzte Backup stammt aus dem Januar, ein wichtiges Projekt hatte ich glücklicherweise wenige Tage vorherauf dem USB-Stick gesichert, womit mir “nur” eine Stunde Arbeit verloren ging. Umso ärgerlicher, wenn man jedem dazu rät, regelmäßige Backups anzulegen und dann selbst wegen fehlender gegen die Wand läuft.
Kein Fehler von OS X, dem man anmerkt ein neues System zu sein. Aber es hinterlässt bereits einen guten Eindruck.