“Ich hatte heute nacht einen Traum.”
Die Frau mir gegenüber scheint, obwohl sie über Krankheit und Arbeit klagt, ein großes Mitteilungsbedürfnis zu haben. Jedenfalls dieser Satz kommt nahezu euphorisch aus ihrem Mund und ich bin froh, dass sie bereits einen Gesprächspartner gefunden hat. Unwillkürlich lauschend vertiefe ich mich wieder in mein Papier und überlege, warum die meisten Menschen eigentlich nur nachts träumen. Damit meine ich keine Tagträume, die jenen im Schlaf zum Verwechseln ähneln. Sondern das “Zusammenspinnen” - wie es mir immer vorgeworfen wird - von Zukunftssituationen, Visionen also. Anders: Ich müsste wohl fragen, warum man von den passiven Träumen erzählt und die aktiven unter den Tisch fallen lässt. Vielleicht, weil man als Reaktion erntet:
“Hör auf zu spinnen.”

Gestern habe ich den Windowcolor-Stern aus meinem Portemonnaie entfernt, der mich jahrelang an die Zeit mit Katja und Burkhard im Buntspecht erinnert (und diesen überlebt) hat. Ich wollte ihn in mein neues Portemonnaie kleben, als er mir beim Lösen riss. Dort ist kein Platz für Splitter.